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Das Team von Donald Trump: Treue Gefolgsleute für Donald Trump

Das Team von Donald Trump : Treue Gefolgsleute für Donald Trump

Kurz nach der Wahl zirkulieren die ersten Namen für Trumps Mannschaft. Was bisher durchgesickert ist, hat in US-Medien „Skepsis“ bis „Kopfschütteln“ ausgelöst.

Im Wahlkampf hat Donald Trump den Amerikanern versichert, nur er allein könne das „Desaster“ beseitigen, in dem sich das Land befinde. „I alone can fix it!“ In Wahrheit braucht es dazu im Regierungsalltag natürlich eine große Mannschaft. Es bedarf der Delegation von Aufgaben. Und es bedarf Persönlichkeiten, die auf ihren Feldern bewegen können, was zu lange stillgestanden hat.

Bis zur Amtseinführung am 20. Januar bleiben dem Überraschungssieger knapp 70 Tage, um sein Kabinett und die Schlüsselstellen im Regierungsapparat zu besetzen. Es geht immerhin um knapp 4000 Personen. Was bisher aus Trump-Kreisen durchsickert, hat in US-Medien „Skepsis“ bis „Kopfschütteln“ ausgelöst. Erwartet wird, dass der 70-jährige Trump treue Gefolgsleute bedenkt, die ihm im Gegensatz zur überwältigenden Mehrheit des republikanischen Establishments im Wahlkampf bis zur Selbstverleugnung die Stange gehalten haben.

Da fällt zuerst der Name Chris Christie. Der schwergewichtige Gouverneur von New Jersey war vorübergehend Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur. Als er seine Chancenlosigkeit erkannte, machte er „rüber“ und wurde Trumps wichtigster Begleiter. Christie, von Haus aus Jurist, hat Allrounderfahrung. Und ein großes Handicap. Er könnte demnächst vor Gericht stehen, weil er als Gouverneur sein Amt missbraucht haben soll, um einen politischen Gegner in der Öffentlichkeit unmöglich zu machen.

Für den Posten des Chefdiplomaten ist der notorische Clinton-Hasser und frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, im Gespräch. Eine schillernde Figur, die seit dem erzwungenen Abschied aus der echten Politik regelmäßig in TV-Talkshows mit extremen Ansichten aufwartet. Als seriösere und weniger eitle Alternative wäre Bob Corker denkbar. Der Senator aus Tennessee steht dem Auswärtigen Ausschuss vor und ist welterfahren.

Im Bereich der nationalen Sicherheit (Heimatschutzministerium, Justizministerium) werden einem alten Wegbegleiter Trumps große Chancen nachgesagt, der bei Demokraten Atemnot auslöst. Rudy Giuliani, zu Zeiten der Terroranschläge des 11. September 2001 Bürgermeister von New York, hat sich den Ruf eines unnachgiebigen Law-and-Order-Mannes erworben.

Für das Gesundheitswesen oder den Bildungsbereich könnte der ehemalige Gehirnchirurg Ben Carson aufgeboten werden. Auch ein früherer Mitbewerber aus dem Wahlkampf, von dem heute nicht mehr als irrlichternde Äußerungen zur Weltpolitik in Erinnerung geblieben sind.