Kommentar zum Abitur: Gute Vorbereitung ist entscheidend

Kommentar zum Abitur : Gute Vorbereitung ist entscheidend

Zum einen werden die Abiturnoten im Schnitt immer besser, zum anderen fallen immer mehr Schüler durch die Prüfungen. Bei der Frage nach den Gründen geht es vor allem um die Haltung der Abiturienten, kommentiert GA-Redakteur Bernd Eyermann.

Angesichts immer besserer Durchschnittsnoten im Abitur ist in den vergangenen Jahren oft diskutiert worden, ob die Anforderungen an die Schüler in der Reifeprüfung zu gering sind. Jetzt kommt die Kultusministerkonferenz mit der Nachricht, dass immer mehr Schüler die Abiturprüfungen nicht schaffen. Womöglich entsteht nun eine Diskussion darüber, ob die Abschlussklausuren doch zu schwer sind. Ja, was denn?

Es passt durchaus zusammen, dass zum einen die Abiturnoten im Schnitt besser werden, dass aber zum anderen auch mehr Schüler die Prüfungen in den Sand setzen. Über die Gründe kann sicher trefflich spekuliert werden.

Womöglich hat das Scheitern vieler Schüler damit zu tun, dass viele Eltern der Empfehlung zur Schulwahl aus der Grundschule nur geringe Bedeutung beigemessen haben, weil sie ihr Kind unbedingt auf das Gymnasium schicken wollten. Wer dort von Anfang an im Hintertreffen ist, hat es vielleicht auch im Blick auf das Abitur schwerer als andere.

Zuallererst geht es aber gewiss um die Haltung der Abiturienten zu dem, was auf sie zukommt und um die individuelle Vorbereitung: Wer die gesamte Schulzeit über eingeübt hat, strukturiert zu lernen, sich schon ein paar Monate vor den Klausuren hinsetzt, um den Stoff zu wiederholen, vielleicht auch das Glück hat, einen Lehrer zu haben, der mit den Schülern die wichtigsten Themen noch einmal nacharbeitet, der dürfte top vorbereitet sein und gute Chancen haben, das Abitur mit Bravour zu schaffen. Wer allerdings erst auf den letzten Drücker mit der Vorbereitung beginnt, sich immer wieder ablenken lässt und die Reifeprüfung mit links über die Bühne bringen will, hat weniger gute Chancen.

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