Studie: An den Hochschulen bleibt es voll

Studie: An den Hochschulen bleibt es voll

Die Zahl der Studienanfänger liegt auf Rekordniveau. Einer Studie zufolge soll sie langfristig zwar zurückgehen. An den Hochschulen werden aber weiterhin mehr junge Leute erwartet als noch 2005.

Nordrhein-Westfalen erwartet einer Studie zufolge auch in den kommenden Jahrzehnten einen Ansturm auf die Hochschulen. Die Zahl der Studienanfänger wird demnach langfristig gesehen zwar sinken, aber dennoch auf einem hohen Niveau bleiben, wie aus einer Erhebung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Autoren gehen davon aus, dass die Zahl der Erstsemester von rund 125 000 in den kommenden zehn Jahren auf etwa 105 000 sinken wird. Bis zum Jahr 2050 falle die Zahl dann auf unter 100 000. Die prognostizierten langfristigen Anfängerzahlen bewegen sich allesamt oberhalb der Referenzwerte des 2005 geschlossenen Hochschulpakts. Dieser Wert liegt in Nordrhein-Westfalen bei 80 000.

Im Hochschulpakt hatten sich die Länder verpflichtet, zwischen 2007 und 2020 zusätzliche Studienanfänger gegenüber den an Erstsemesterzahlen des Jahres 2005 angelehnten Referenzlinien zuzulassen. Der Bund verpflichtete sich dabei, den Hochschulen für jeden zusätzlichen Studienanfänger finanzielle Prämien zukommen zu lassen, die durch die Länder jeweils ergänzt werden.

Die Studie des CHE basiert auf Modellrechnungen, die auf Annahmen über die demografische Entwicklung und ausländische Studenten beruhen. Derzeit studieren in NRW mehr als 750 000 Menschen.

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