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Äußerungen zur Corona-Krise: Laschet spricht sich gegen Straßenkarneval am 11.11. aus

Äußerungen zur Corona-Krise : Laschet spricht sich gegen Straßenkarneval am 11.11. aus

Armin Laschet geht davon aus, dass Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen auch über den 15. Juli hinaus gelten werden. Zudem äußerte sich der NRW-Ministerpräsident zur Sessionseröffnung im November.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich gegen Straßenveranstaltungen zur traditionellen Sessionseröffnung am 11.11. ausgesprochen: „Draußen, Straßenkarneval, Infektionsübertragungszeit, Alkohol, Enge - das passt nicht in diese Zeit“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. Was dann im Frühjahr mit dem eigentlichen Karneval sei, könne man jetzt noch nicht sagen. Dafür sei es zu früh. Man müsse das Infektionsgeschehen im Herbst noch abwarten. Das sei für die Aktiven, die langfristig planen wollen, „nicht schön“, so Laschet: „Aber es müssen sich zurzeit Andere mit größeren Problemen umstellen in ihren Lebensplanungen.“

Der Ministerpräsident äußerte sich zudem zu den derzeit geltenden Corona-Regelungen. Laschet geht davon aus, dass Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebote auch über den 15. Juli hinaus in NRW Bestand haben werden. Die Landesregierung hatte am Vortag angekündigt, die Maßnahmen um mindestens zwei weitere Wochen zu verlängern. Die Bundesländer können im Kampf gegen die Corona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebens weitgehend in eigener Verantwortung entscheiden.

Flächendeckende Corona-Tests nach bayerischem Vorbild will das Land vorerst nicht einführen. „Ich will das nicht bewerten, was die bayerischen Kollegen machen. Wir machen, was wir für Nordrhein-Westfalen richtig halten. Mir ist vor allem wichtig, dass wir es da, wo es brennt, verpflichtend machen“, sagte Laschet. Er nannte als Beispiel die Fleischindustrie, wo ab dem 1. Juli Beschäftigte in NRW mindestens zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden müssen.

In Bayern sollen sich künftig landesweit alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. Das Kabinett des Freistaates wollte am Dienstag das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung Bayerns mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. Dem „Tagesspiegel“ (Dienstag) sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), sein Land wolle „bis zu 30.000 Tests pro Tag anbieten“.