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Corona-Beschränkungen in NRW: Gastronomie und Fitnessstudios öffnen wieder

Corona-Beschränkungen werden gelockert : Gaststätten, Freibäder und Fitnessstudios in NRW öffnen wieder

Ab dem 11. Mai soll in NRW das öffentliche Leben ein Stück weit zurückkehren: Gaststätten sollen öffnen, Fitnessstudios und Sporthallen wieder den Betrieb aufnehmen. Alle Grundschüler in NRW sollen zu diesem Stichtag außerdem doch zurückkehren.

Restaurants, Freibäder und Fitnessstudios sollen wieder aufmachen: Nordrhein-Westfalen hat umfangreiche Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen. So dürfen ab dem 11. Mai Gaststätten wieder öffnen, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf ankündigte. Die Erlaubnis werde für den Innen- und den Außenbereich gelten. Voraussetzungen sind demnach die Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept.

Alle Grundschüler in NRW sollen nun doch ab dem 11. Mai in einem tageweisen Wechsel in die Klassenräume zurückkehren. Das kündigte die Landesregierung am Mittwoch in Düsseldorf an. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) betonte, Bildung und Gesundheit seien beide ein „hohes Gut“. Die schrittweise Schulöffnung werde vorsichtig verlaufen.

Man werde auch über die Grundschulen hinaus allen Schülern in Nordrhein-Westfalen vor den Sommerferien wieder sukzessive einen Schulbesuch ermöglichen. Nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause sollen ab 11. Mai auch Jahrgänge der weiterführenden Schulen zurückkehren, sagte Gebauer. Seit dem 23. April gibt es schon wieder Unterricht für diejenigen Schüler, die in diesem Jahr ihren Abschluss machen.

Den Anfang in den Grundschulen machen Gebauer zufolge schon an diesem Donnerstag (7. Mai) die Viertklässler. Das war bereits fest beschlossen und unter den Regierungspartnern unstrittig. Wie es für die Klassen 1 bis 3 weitergehen sollte, war aber zunächst unklar. Nun wird klargestellt: Der Präsenzunterricht beginnt doch ab dem kommenden Montag in einem rollierenden System für alle Grundschulklassen. Den Schulen werde dabei Flexibilität eingeräumt.

Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen ebenfalls ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen auch zu touristischen Zwecken wieder genutzt werden. Gastronomie und Tourismus starten wieder, sagte Laschet.

Ebenfalls am 11. Mai dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen im bevölkerungsreichsten Bundesland wieder öffnen. Ab dem 20. Mai sollen die Freibäder folgen - allerdings mit Ausnahme von Spaßbädern. Hallenbäder dürfen demnach ab dem 30. Mai wieder den Betrieb aufnehmen. Auch Theater, Opern und Kinos dürfen in NRW ab dem 30. Mai unter Auflagen wieder öffnen.

Bereits ab diesem Donnerstag erlaubt NRW wieder kontaktlosen Breitensport und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern. Ab dem 30. Mai dürfen Sportbegeisterte auch in Sparten mit unvermeidbarem Körperkontakt wieder ihren Sport ausüben. Die Erlaubnis soll dann auch für Sport in geschlossenen Räumen gelten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten sich am Mittwoch zuvor in einer Videokonferenz auf weitere Lockerungen in der Corona-Krise verständigt.

50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Generell sollen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie angesichts der regional unterschiedlich hohen Infektionszahlen künftig wieder stärker vor Ort getroffen werden. Dabei sollen die Länder aber auch eventuell wieder nötige Verschärfungen garantieren. Sie sollen sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen sofort wieder konsequente Beschränkungen umgesetzt werden. Wie die neuen Auflagen konkret aussehen, entscheiden die Länder selbst.

NRW hat im Kampf gegen das Coronavirus nach Worten von Laschet die drei wichtigsten Ziele erreicht. Es sei Zeit gewonnen worden bei der Ausbreitung des Virus und das Gesundheitssystem gestärkt worden. Zudem habe NRW einen Plan mit Perspektiven für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen entwickelt. „Es ist gelungen, zu einer differenzierten, abwägenden Bekämpfung der Pandemie zu kommen“, sagte er. Nach den Einschränkungen der Grundrechte werde ab jetzt auf die „Eigenverantwortung“ der Menschen gesetzt.

(dpa)