Diskussion um Reparationszahlungen: Athen findet Gehör bei SPD, Grünen und Linken

Diskussion um Reparationszahlungen : Athen findet Gehör bei SPD, Grünen und Linken

Inmitten der verpesteten Atmosphäre zwischen Berlin und Athen haben nun auch Politiker von SPD und Grünen gefordert, zumindest in der Frage der Reparationszahlungen auf Griechenland zuzugehen. Die Bundesregierung lehnte dies aber ab.

"Es gibt auch nach Jahrzehnten noch zu lösende völkerrechtliche Fragen", sagte SPD-Vize Ralf Stegner zu den Reparationsforderungen aus Athen. Es müsse eine "Entschädigungsdiskussion" geführt werden. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte, Deutschland könne die Forderungen aus Griechenland "nicht einfach vom Tisch wischen". Das sieht auch die Linke-Politikerin Ulla Jelpke so: "Griechische NS-Opfer haben einen Anspruch auf Entschädigung - politisch, moralisch und auch rechtlich."

Zeitgleich zu der Diskussion über Griechenlands akute Finanzprobleme hatte die neue griechische Regierung in den vergangenen Tagen erneut die seit Langem bestehende Forderung nach deutschen Reparationen für deutsche Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg aufgebracht.

Während bei der SPD und der Opposition die Forderungen aus Athen an Unterstützern gewinnen, sehen Unionsvertreter darin ein gezieltes Störfeuer im aktuellen Schuldenstreit.

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