Burger King nervt Google-Nutzer: Werbespot übernimmt Kontrolle über Sprachassistent

Burger King nervt Google-Nutzer : Werbespot übernimmt Kontrolle über Sprachassistent

Da sitzt man nichts ahnend auf der Couch und möchte gemütlich fernsehen. Und auf einmal erzählt der sprachgesteuerte Assistent von Google, die Smart-Home-Box in der Ecke, was ein Whopper-Burger ist. So ist es jetzt einigen Amerikanern gegangen.

In vielen Haushalten sind seit längerer Zeit Sprachassistenten, beispielsweise von Google oder Amazon, zu finden. Gesteuert werden sie - so ist es gedacht - von ihrem Besitzer. Sie erkennen aber grundsätzlich auch jede andere Stimme, beispielsweise auch die eines Werbenden.

Wie die Seite GoogleWatchBlog berichtete, sorgte der neue Werbespot der Fastfoodkette Burger King nun für Aufregung in vielen amerikanischen Haushalten. Nach rund zehn Sekunden des Spots sagt der junge Mann: "Okay Google, what is the Whopper burger?". Daraufhin reagierten einige Google-Home-Geräte und lasen den entsprechenden Wikipedia-Eintrag über den Burger vor.

Nach nur drei Stunden der Ausstrahlung des Werbespots sperrte Google den Satz und die Stimme der TV-Werbung für die Sprachassistenten. Für Burger King war das eine geniale Marketingstrategie. Die Nutzer von Google Home waren eher genervt und übten heftige Kritik.

Dass Sprachassistenten Stimmen aus dem Fernseher erkennen, zeigten auch falsch ausgelöste Bestellungen über den Amazon-Assistenten Alexa. Ein TV-Moderator berichtete über ein kleines Mädchen, welches via Alexa ein Puppenhaus bestellt hatte. Prompt reagierte der Sprachassistent in einigen Haushalten und bestellte Puppenhäuser. Nutzer können die Kauf-Option ausschalten oder mit einem Pin-Code versehen, um solche Vorfälle zu vermeiden.

Seit längerem ist bei Google eine Stimmenerkennung im Gespräch. Durch die könnten keine fremden Personen mehr auf die Geräte zugreifen. Seit Dienstag wissen die Erfinder nun auch, wie wichtig diese ist. Bleibt nur zu hoffen, dass der junge Mann aus der Werbung kein Google-Home-Gerät zu Hause hat. Denn dieses könnte er nun nicht mehr bedienen.