Vielseitig: Promi-Geburtstag vom 26. Dezember 2018: Julia Koschitz

Vielseitig : Promi-Geburtstag vom 26. Dezember 2018: Julia Koschitz

Ärztin, Putzfrau, Anwältin, Bankräuberin: Die Schauspielerin ist eines der bekanntesten Fernsehgesichter der Nation. Sie sucht sich ihre Rollen mit Bedacht aus und verleiht ihren Figuren Tiefe. Heute wird Julia Koschitz 44.

Eine junge Mutter kämpft um das alleinige Sorgerecht für ihr Kind. Verkörpert wird sie von Julia Koschitz im Filmdrama "Weil sie mir gehört", den die Filmdatenbank "Imdb" für 2019 ankündigt.

Die Schauspielerin mit dem weich fallenden, dunkelblonden Kurzhaarschnitt gehört längst zu den am meisten beschäftigten ihres Fachs, was ihr nicht zuletzt auch ermöglicht, von ihrem Beruf gut zu leben, sagte sie vergangenes Jahr dem "Tagesspiegel" in einem Interview. Reich sei sie allerdings damit bisher nicht geworden. "Ich glaube aber nicht, dass es eine gute Zielsetzung oder Motivation wäre, um diesen Beruf zu wählen." Geld sei für sie nichts anderes als "der Luxus von Freiheit". Heute, am zweiten Weihnachtstag, wird Julia Koschitz 44 Jahre alt.

Nach dem Schauspielstudium in Wien und etlichen Theaterstücken war sie einem größeren Publikum spätestens mit der von ORF und RTL koproduzierten und einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichneten Krankenhausserie "Doctor's Diary" (2008-2011) bekannt geworden. Sie spielte darin überzeugend die frustriert-zynische Oberärztin Dr. Maria Hassmann. Generell wird sie dafür gelobt, ihre Figuren bis in die Tiefen und in all ihren Widersprüchlichkeiten auszuloten.

Die 1974 in Belgien geborene Wahl-Münchnerin mit österreichischer Staatsangehörigkeit wird auffällig oft in TV-Movies besetzt. Sie sorgt immer für gute Einschaltquoten. In der Komödie "Putzfrau Undercover" (2008) spielte sie eine fristlos gefeuerte Anwältin, in "Männer ticken, Frauen anders" (2011) die Analystin einer Rating Agentur mit Ambitionen auf den Chefsessel, in "Pass gut auf ihn auf" (2014) eine Todkranke, im Melodram "Schweigeminute" (2016) eine Lehrerin, die sich in einen Schüler verliebt, in der Tragikomödie "Am Ruder" (2017) eine unberechenbare Bankräuberin und zuletzt im Justizdrama "Gefangen - Der Fall K." (2018) - da mal mit Langhaarperücke - eine skrupellose Vermögensberaterin.

Qualität ist ihr wichtig, ihre Rollen wähle sie mit großem Bedacht aus, wie sie der Zeitschrift "TV Spielfilm" einmal verriet. "Ausschlaggebend ist immer das Buch. Nach zehn Seiten kriege ich ein Gespür dafür. Meine Reihenfolge ist: das Buch, der Regisseur, die Kollegen, die Rolle. Ich entscheide mich genauso oft dafür wie dagegen."

Ab Ende Februar ist sie neben Friedrich Mücke im Kinofilm "Wie gut ist deine Beziehung?" zu sehen. Was ihr Privatleben angeht, hält sich Koschitz äußerst zurück.