Großrazzia der Polizei: Motorradclubs der „Hells Angels“ durchsucht

Großrazzia der Polizei : Motorradclubs der „Hells Angels“ durchsucht

Bei einer Razzia bei den "Hells Angels Boppard" hat ein Großaufgebot der Polizei Schuss-, Hieb- und Stichwaffen sowie geringe Mengen Drogen sichergestellt.

Ein Großaufgebot der Polizei hat am frühen Sonntag 26 Objekte des Motorradclubs „Hells Angels Boppard“ durchsucht. Bei der Razzia im Raum Neuwied, Rhein-Hunsrück-Kreis und Kreis Mayen-Koblenz mit Bundes- und Landespolizei waren auch drei Staatsanwälte beteiligt, wie das Polizeipräsidium Koblenz mitteilte. Die Beamten stellten Schuss-, Hieb- und Stichwaffen sowie geringe Mengen Drogen sicher. Festgenommen wurde vorerst niemand.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt laut Polizei gegen 15 Mitglieder der „Hells Angels Boppard“ wegen mutmaßlicher Gewalt-, Waffen- und Drogendelikte sowie Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. „Wegen der noch laufenden Maßnahmen und zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Beschuldigten können derzeit keine weitergehenden Angaben gemacht werden“, hieß es weiter.

Vor dem Landgericht Koblenz neigt sich derweil ein Jahr nach seinem Beginn ein Prozess gegen sechs Mitglieder der „Hells Angels MC Bonn“ dem Ende zu. Die Anklage wirft ihnen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Nötigung, räuberische Erpressung, unerlaubten Waffenbesitz, schwere Körperverletzung und Waffengeschäfte vor. Die Staatsanwaltschaft fordert mehrjährige Haftstrafen. Nun werden die Plädoyers der Verteidigung erwartet.