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Art Basel 2019: Dreijährige zerstört Kunstwerk im Wert von 50.000 Euro

Art Basel 2019 : Dreijährige zerstört Kunstwerk im Wert von 50.000 Euro

Ein Plastik-Kunstwerk im Wert von rund 50.000 Euro ist auf der Art Basel zu Bruch gegangen. Die Täterin: Ein dreijähriges Mädchen. Der Schaden: Immens.

Auf der internationalen Kunstmesse Art Basel soll ein dreijähriges Mädchen für die Zerstörung einer Plastik-Figur verantwortlich sein, wie die "Bild" ursprünglich berichtete. Das Kunstwerk "Fliege" der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch hatte einen Wert von 56.000 Franken, umgerechnet knapp 50.000 Euro. Das Mädchen scheint aus dem Kinderwagen heraus nach der Figur gegriffen zu haben, krachend landete diese auf dem Boden. Die Flügel der überdimensionalen Insektenabbildung waren abgebrochen. Selbst wenn man die Flügel wieder ansetzen würde, wäre es nicht mehr das unberührte Werk, das es mal war, wird eine Berliner Galeristin von der "Bild" zitiert.

Mutter, Tochter und Galeriemitarbeiter seien in Schockstarre versetzt gewesen, während um sie herum großer Aufruhr losbrach. Trotz des jungen Alters sei sich das Mädchen ihres Ungeschicks bewusst gewesen, die Mutter den Tränen nahe. Ihre Personalien musste sie vor Ort hinterlegen.

Die Art Basel zählt mit rund 93.000 Besuchern in diesem Jahr zu den wichtigsten Kunstmessen der Welt. Wegen der wertvollen Exponate herrscht eigentlich höchste Sicherheitsstufe. Wie das Mädchen dennoch an das Plastik-Kunstwerk gelangen konnte, muss noch geklärt werden.

AXA-Sprecherin Sabine Friedrich erklärte auf GA-Anfrage, dass Kinder bis sieben Jahren als deliktunfähig gelten. "Wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, ist eine Haftung unwahrscheinlich", erklärte die Versicherungsexpertin. Dafür müssten sie sie "altersbedingt aufklären", also zum Beispiel mit einem klaren Hinweis, den Gegenstand nicht anzufassen. In Einzelfällen könnten Schäden von deliktunfähigen Personen allerdings auch mitversichert sein.