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Landeskriminalamt ermittelt: Bisher rund 270.000 Euro Schaden durch Soforthilfe-Betrug

Landeskriminalamt ermittelt : Bisher rund 270.000 Euro Schaden durch Soforthilfe-Betrug

Betrüger haben in NRW bei der Corona-Soforthilfe mindestens 270.000 Euro erbeutet. Ein Ende der Ermittlungen scheint nicht absehbar, denn es gehen nahezu täglich neue Fälle ein.

Über verschiedene Betrugsarten bei der Corona-Soforthilfe in NRW ist ein Schaden von mindestens 270.000 Euro entstanden. Die zuständige Ermittlungskommission beim Landeskriminalamt (LKA) habe bis vergangenen Freitag bereits 1055 Anzeigen erfasst. Das geht aus einem aktuellen Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervor.

Demnach wurden allein durch gefälschte Soforthilfe-Seiten im Internet 143.000 Euro abgeschöpft. Dazu kommen laut dem Bericht andere Betrugsdelikte mit einem Schaden von 51.000 Euro sowie Geldwäsche-Fälle, bei denen 78.000 Euro ausgezahlt worden seien.

Ein Ende der Ermittlungen scheint nicht absehbar. So gingen zum Beispiel bei der Staatsanwaltschaft Duisburg „nahezu täglich“ neue Verfahren ein, heißt es in dem Bericht des Justizministeriums. Auch bei den Staatsanwaltschaften Köln, Bonn und Aachen wird demnach mit „täglich neuen Fällen“ gerechnet. Oftmals werden Verdachtsfälle laut Justizministerium von Banken und Sparkassen gemeldet, die plötzlich 9000 Euro auf einem sonst leeren Konto registrieren.

Im Zusammenhang mit gefälschten E-Mails - einem Betrugsphänomen, das erst jüngst auftauchte - wurde inzwischen eine weitere Ermittlungskommission („EK Sub“) gegründet. Bei ihr gingen laut Innenministerium bisher 87 Anzeigen ein - wobei die Täter scheinbar erfolglos waren. „Bislang ist kein Fall eines Schadenseintritts bekannt geworden.“ Eine Verbindung zwischen den Hintermännern der Fake-Seiten und den Urhebern der gefälschten E-Mails sehen die Ermittler bislang nicht.

(dpa)