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B266 bei Mechernich: Autofahrer rast in Bus mit Schülern - Ein Toter und 15 Verletzte

B266 bei Mechernich : Autofahrer rast in Bus mit Schülern - Ein Toter und 15 Verletzte

Horrorunfall in der Eifel mit einem Toten: Ein Auto ist am Freitag bei Euskirchen frontal mit einem Reisebus zusammengestoßen, in dem zahlreiche Schüler aus Köln saßen. Der Autofahrer starb, 15 Businsassen wurden verletzt, darunter 13 Schüler. Der Wagen war auf der B 266 in der Nähe einer Autobahnauffahrt in den Bus gerast, wie die Kreispolizei in Euskirchen mitteilte. Der Autofahrer sei sofort tot gewesen.

"Das sieht ja aus wie im Krieg." Der Lkw-Fahrer, der im Stau vor der Unfallstelle von seiner Fahrerkabine auf die mit Fahrzeugtrümmern übersäte Bundesstraße blickt, ist entsetzt.

Während eine große Zahl von Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern fieberhaft damit beschäftigt ist, verletzte oder schockierte Kinder mit Leitern und einem Rettungsgerüst durch die zerstörten Fensterscheiben aus dem Buswrack zu retten, ist auch der Euskirchener Kreisbrandmeister Udo Crespin fassungslos, mit welcher Wucht ein Audi frontal auf den Bus getroffen ist: "So etwas habe ich schon lange nicht mehr gesehen", sagt der Feuerwehrchef. Die Reste des Audis, der den Bus im Wahnsinnstempo getroffen hat, liegen neben der Fahrbahn.

[kein Linktext vorhanden] Die beiden Busse, die die 60 jungen Orchestermitglieder des Kölner Humboldt-Gymnasiums und zwei Lehrer zur Jugendherberge nach Monschau bringen sollten, waren gegen 9.30 Uhr gerade erst in Euskirchen-Wißkirchen von der Autobahn 1 abgefahren, da raste auf der B 266 ein kommender "Geisterfahrer" mit hoher Geschwindigkeit frontal in den vorderen Bus. Der Autofahrer war auf der Stelle tot. Der 46-jährige Busfahrer aus Schleiden und die Orchesterleiterin wurden lebensgefährlich verletzt. Ein Junge erlitt schwere und zwölf weitere Kinder leichte Verletzungen.

Mehr als 50 Feuerwehrleute, die Besatzungen von 13 Rettungswagen und fünf Notärzte eilten zur Unfallstelle. Den Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. Der Audi A5 hatte beim Aufprall Front und Fahrerseite des Busses aufgerissen. Die Nadel seines Tachos zeigte 130 km/h an. Doch die Polizei geht davon aus, dass der Fahrer aus dem Kreis Bitburg-Prüm, der bisher nicht identifiziert wurde, vor dem Unfall noch schneller gefahren sein könnte. Autofahrer berichteten der Polizei, der Mann sei mit seinem Wagen bereits drei Kilometer vor der Unfallstelle an einer Ampelkreuzung unvermittelt auf die durch Mittelleitplanken abgetrennte Gegenfahrbahn der vierspurig ausgebauten Bundesstraße gewechselt.

Dort sei er "wie ein Geisterfahrer auf der Gegenfahrbahn weitergerast", sagte Polizeipressesprecher Norbert Hardt. Augenzeugen hätten die Geschwindigkeit des Audis auf 200 km/h geschätzt. Der Aufprall auf den vorderen Bus war so heftig, dass die Frontpartie des Audis samt dem Motor komplett abgerissen wurde. Der Bus wurde gegen eine Leitplanke gedrückt. Diese hielt aber stand und bewahrte den Bus davor, eine mehrere Meter tiefe Böschung hinabzustürzen. Der Fahrer des zweiten Busses schaffte es durch eine Vollbremsung, ein Auffahren zu vermeiden.

Feuerwehrleute befreiten die im Bus Eingeklemmten mit Hilfe von hydraulischen Rettungsgeräten. Der lebensgefährlich verletzte Busfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Euskirchener Marien-Hospital geflogen. Die übrigen Verletzten wurden nach der Erstversorgung am Unfallort auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. Zehn der insgesamt zwölf leichter verletzten Kinder konnten bereits gestern Nachmittag wieder aus den Krankenhäusern entlassen und ihren Eltern übergeben werden.