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Armin Laschet: Zwischenstopp in Köln/Bonn wegen Drohne in Frankfurt

Nicht bestellt und nicht abgeholt : Wie Armin Laschet ungeplant in Köln/Bonn strandete

Der Airbus war eigentlich schon im Anflug an den Frankfurter Flughafen, da muss das Flugzeug plötzlich abdrehen. Für Ministerpräsident Laschet hieß das einen ungeplanten Zwischenstopp in Köln/Bonn. Unser Autor war dabei und berichtet vom Geschehen mit einem Augenzwinkern.

Der Weg zum Gipfel der Macht ist beschwerlich, und unterwegs kommt einem oft Unerwartetes in die Quere. Für Armin Laschet war es am Montagmorgen ein unbemanntes Flugobjekt. Der NRW-Ministerpräsident war mitsamt Delegation auf dem Rückweg von seiner Israel-Reise, als seine Linienmaschine im Anflug auf Frankfurt abdrehte. Der Flughafen war wegen einer Drohnensichtung gesperrt worden. Umleitung nach Köln/Bonn.

Was für den CDU-Vorsitzkandidaten insoweit problematisch war, da er von Frankfurt weiter nach Berlin musste. Ein Treffen mit den Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen stand an, außerdem wollte er den Israel-Jacobson-Preis der Union progressiver Juden entgegennehmen. Stattdessen saß Laschet nun vorerst auf dem Rollfeld fest. Nicht bestellt und nicht abgeholt.

Ein außerplanmäßig aus einem Nicht-Schengen-Staat gelandetes Flugzeug kann eben nicht einfach so die Leute heraus lassen. Es braucht Zoll, Bundespolizei, Busse. Da kann auch ein Ministerpräsident nichts machen. Jedenfalls für eine geschlagene Stunde. Bis sich schließlich doch die Türen öffneten. Zu seinen Terminen, hieß es, werde es Laschet schaffen.

Der 59-Jährige lächelte die Zwangspause weg. „In solchen Situationen denke ich immer an die Operette ,Fledermaus‘: Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist“, sagte Laschet zu den miteingeschlossenen Journalisten. Ein Satz, der zur Wiedervorlage taugt, sollte es bei der Wahl zum CDU-Chef nicht reichen.