Adrenaline: Asterix & Obelix "„Die Tochter des Vercingetorix“ erscheint am 24. Oktober

„Die Tochter des Vercingetorix“ : Das ist die Heldin im neuesten Band von Asterix und Obelix

Der 38. Asterix-Band stellt ein Mädchen in den Fokus. Und dessen Name ist Programm.

Für Asterix und Obelix wird es ungemütlich. Doch sorgen nicht die Römer für allergrößte Unruhe in dem kleinen gallischen Dorf, sondern ein aufmüpfiges Mädchen. Adrenaline heißt die Heldin im neusten Abenteuer, das die beiden ungleichen Freunde zu bestehen haben. „Die Tochter des Vercingetorix“ ist der Titel des neuen Hefts, das am 24. Oktober in mehr als 30 Ländern erscheint, darunter auch in Deutschland.

Der Inhalt des 38. Bandes ist bis zuletzt geheim gehalten worden. Nur so viel war zu erfahren, dass auch Julius Caesar im fernen Rom von der Existenz des jungen Mädchens Wind bekommen hat. Der will Adrenalines habhaft werden – vor allem wegen des Torques, einem offenen Halsring, den sie von ihrem Vater, dem legendären Gallierfürsten Vercingetorix, geerbt hat.

Mit historischem Hintergrund

Wie so oft hat die Geschichte einen wahren historischen Hintergrund. Vercingetorix ist der Name des sagenumwobenen Arverner-Häuptlings, der um das Jahr 50 vor Christi den letzten großen Aufstand der Gallier gegen die Legionen Roms anführte. Nach einigen Erfolgen musste er sich allerdings in der Schlacht von Alesia in Burgund dem römischen Feldherrn Julius Caesar geschlagen geben. Vercingetorix wurde gefangen genommen, nach Rom gebracht, wo er sechs Jahre im Kerker gefangen gehalten und schließlich hingerichtet wurde. Dass er tatsächlich eine Tochter hatte ist allerdings nicht verbürgt und scheint eher unwahrscheinlich. So viel künstlerische Freiheit darf im neuen Asterix-Band dann schon sein.

Adrenaline, deren feuerrote Haare  kaum zu bändigen sind, scheint das aufrührerische Temperament von ihrem Vater geerbt zu haben. „Sie ist eine kleine Rebellin und bringt den Laden ganz schön durcheinander“, erklärte der Autor Jean-Yves Ferri bei der Präsentation in Paris. Zusammen mit dem Zeichner Didier Conrad hat er auch diesen Band produziert. Die beiden haben 2011 die Nachfolge von Albert Uderzo angetreten, der die Figuren Asterix und Obelix 1959 gemeinsam mit dem Autor René Goscinny geschaffen hat. Nach dessen überraschendem Tod im Jahr 1977 machte Uderzo dann allein weiter. Das neue Heft kommt also rechtzeitig zum 60. Jubiläum des Erscheinens des ersten Asterix-Bandes.

In einer Welt von Machos

Bei ihren Geschichten müssen die Macher allerdings darauf achten, dass die Handlung in einen gewissen historischen Rahmen passt. Im Fall der pubertierenden Adrenaline heißt das, dass sie ein Mädchen darstellt, das sich in einer Welt von Machos durchboxen muss und sich über manche Konvention hinwegsetzt. Doch die beiden Autoren sehen in ihr keine moderne Feministin.

Insgesamt 380 Millionen Asterix-Hefte sind bisher weltweit verkauft worden. Und die Verantwortlichen des Verlages gehen offensichtlich davon aus, dass auch „Die Tochter des Vercingetorix“ ein Erfolg wird. Am Donnerstag werden fünf Millionen Hefte in ganz Europa auf dem Markt kommen, davon allein 1,6 Millionen in Deutschland.

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