„Evopark“ auch in Bonn und Siegburg im Einsatz: Parken in der Höhle der Löwen

„Evopark“ auch in Bonn und Siegburg im Einsatz : Parken in der Höhle der Löwen

Vier Kölner Studienfreunde stellten bei "Die Höhle der Löwen" ihr neuartiges Parksystem "Evopark" vor. Warum der Megadeal am Ende nicht zustande kam, das System aber dennoch auch in Bonn und Siegburg im Einsatz ist.

Es hätte der größte Deal werden können, den es je bei „Die Höhle der Löwen“ gab: Um ihr neuartiges Parkbezahlsystem „Evopark“ nach einer Testphase in Düsseldorf und Koblenz bundesweit einführen zu können, brauchten die Studienfreunde Tobias Weiper, Marik Hermann, Maximilian Messing und Sven Lackinger aus Köln von den Investoren der Vox-Show die stolze Summe von 1,5 Millionen Euro. Dafür hätten sie aber lediglich 15 Prozent des Unternehmens abgeben wollen. Da die Löwen aber mehr verlangten, lehnten die Kölner einen Deal ab.

Trotz der Absage konnten die Gründer in den vergangenen Monaten dennoch durchstarten – und das mit Erfolg. Finanzielle Unterstützung gab es von der neu gegründeten Porsche Digital GmbH, die mit einem siebenstelligen Betrag bei dem Parkservice-Anbieter einstieg und in Zukunft eine Minderheitsbeteiligung hält. Porsche Digital will der führender Anbieter für digitale Mobilitätslösungen im Premiumsegment der Automobilindustrie werden. Da schien das Engagement bei "Evopark" genau zu passen.

Alles über "Die Höhle der Löwen"

Auch mit dieser Finanzspritze konnte "Evopark" wachsen. So nutzen nach eigenen Angaben schon mehr als 10.000 Kunden ihre App „Evopark“. Die soll das Parken und die Bezahlung vereinfachen: Die App zeigt alle freien Parkplätze in den nächstliegenden Partner-Parkhäusern an. Nach einer einfachen Registrierung bei der App erhält der Autofahrer einen persönlichen Funkchip. Damit öffnen sich die Parkhausschranken bei jeder Ein- und Ausfahrt automatisch – ganz ohne Ziehen eines Parktickets. Bezahlt wird via Bankeinzug, Kreditkarte oder PayPal.

Das sind die Investoren bei "Die Höhle der Löwen"

Aktuell ist das Angebot in 19 Städten und 49 Parkobjekten verfügbar. Zwei Parkhäuser mit dem System gibt es auch in der Region: die Südstadtgarage am Bonner Talweg sowie die Marktgarage in Siegburg.

In Siegburg hatte Daniel Arcularius von Evopark die Idee hinter dem neuen System bereits im Mai im Wirtschaftsförderungsausschuss vorgestellt. Denn neben der einfachen Bezahlung steckt eine weitere Leistung hinter der Karte: „Wir arbeiten mit Parkhäusern und mit den Einzelhändlern zusammen“, so Arcularius. So erhalten Evopark-Nutzer in lokalen Geschäften beim Einkauf Gutschriften auf Parkgebühren. Eine Idee, die Siegburg weiterverfolgen sollte, befand der Ausschuss.

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