Von der Schönheit der Dinge

Kunstmuseum Bonn und Macke-Haus in Bad Homburg

Bonn. "Ein Gesang von der Schönheit der Dinge", schreibt August Macke 1913 an Bernhard Koehler und umreißt damit sein Credo, das so beginnt: "Das Kunstwerk ist ein Gleichnis der Natur, kein Abbild (...) es ist der Gedanke, der selbständige Gedanke des Menschen."

Sein Kunstwollen bezeichnete der Maler als "Durchfreuen der Natur". Unter diesem Titel steht eine mit 120 Papierarbeiten und 14 Gemälden von Macke reich bestückte Ausstellung im Altana-Kulturforum im hessischen Bad Homburg.

Kunstmuseum Bonn und August-Macke-Haus haben diese Schau mit Werken aus allen Werkphasen bestückt. Die meisten Arbeiten sind den Bonnern also geläufig, die Zusammenstellung, die sämtliche thematischen Facetten mit exzellenten Beispielen dokumentiert, jedoch dürfte so manchen Bonner nach Bad Homburg locken.

Zumal die Abteilung Rheinischer Expressionisten im Kunstmuseum Guggenheim-bedingt seit über einem halben Jahr geschlossen ist. Das Altana Kulturforum lockt die sehnsüchtigen Rheinländer jedenfalls mit einem großzügigen Rabatt auf den ausgezeichneten Katalog.

Noch schöner wäre es aber, die gesammelten Macke-Schätze vom "Seiltänzer" über den "Garten am Thuner See" bis zu den Tunis-Aquarellen demnächst einmal in Bonn zu sehen, im Kunstmuseum oder sonstwo. Das ist unverständlicherweise leider nicht vorgesehen. Immerhin sind ab 1. Februar 2007 die Rheinischen Expressionisten wieder im Heimathafen.

Bis 21. Januar 2007. Di 14-20, Mi-Fr 14-19, Sa, So 10-18 Uhr. Katalog 20 Euro

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