Duoabend mit Harfe und Flöte im Gemeindesaal: Quelle der Inspiration

Duoabend mit Harfe und Flöte im Gemeindesaal : Quelle der Inspiration

Während die Kammerkonzerte der Kölner Kollegen im Historischen Gemeindesaal Kronprinzenstraße ansonsten oft mit wechselnden Besetzungen spielen, stand das Konzert am Montag ganz im Zeichen eines Duos.

Unter dem Titel "Pan und Apoll" hatten sich die Gürzenich-Musikerinnen Alja Velkaverh (Flöte) und Antonia Schreiber (Harfe) zusammengefunden.

Sie hatten für diesen Abend Werke des 20. Jahrhunderts ausgewählt, die sich alle auf die ein oder andere Art um das Thema Wasser drehten. So vielfältig wie die Musik waren auch die Bezüge zum Wasser: Plätschernd begann der Abend mit der Suite von Jean Cras, die dieser - im Hauptberuf General bei der Marine - auf dem Schiff komponiert hatte.

Einen etwas konkreteren Bezug hatte da das Werk von Eugène Bozza, der sich mehrfach in der Villa Medici in Rom aufhielt, wo ihn die Fontänen zur Komposition seiner "Deux Impressions" inspirierten. Besonders eindrucksvoll gelang hier auch das Flötenvorspiel zum zweiten Stück.

Das Stück "Toward the Sea III" des Japaners Toru Takemitsu hat da einen nicht nur lautmalerischen Bezug zum Wasser: Das Werk entstand 1989 als Auftragskomposition von Greenpeace und bezieht sich nicht nur in den Satzbezeichnungen "Moby Dick" oder auch "Cape Cod" auf das Meer, sondern verwendet die Töne Es - E - A (Sea) als Motiv.

Hier griff Velkaverh ohne Umstellungsschwierigkeiten zur Altflöte und sorgte gemeinsam mit Schreiber dafür, dass man im letzten Abschnitt eine Stecknadel hätte fallen hören.

In sieben kurzen Charakterstücken beschreibt der Komponist Bernard Andrès verschiedene Algen, wobei die Harfe mit den verschiedenen Spieltechniken bei diesem Werk eher im Vordergrund stand. Mit dem virtuosen Werk des Engländers William Alwyn ging der Abend zu Ende.

In seinen "Naiades" hat der studierte Flötist des London Symphony Orchestras nicht nur ein lebendiges Werk rund um die Wasser-Nymphen geschrieben, sondern zugleich auch ein Paradestück für jeden Flötisten.

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