Quälend zäh: Barbara Kuster im Haus der Springmaus

Quälend zäh: Barbara Kuster im Haus der Springmaus

"Du kannst nur eines haben", sagt Barbara Kuster auf der Bühne im Haus der Springmaus. "Einen halbwegs guten Pianisten oder eine gute Flasche Wein." Die Kabarettistin aus Potsdam-Babelsberg hat sich für den Wein entschieden.

Bonn. "Du kannst nur eines haben", sagt Barbara Kuster auf der Bühne im Haus der Springmaus. "Einen halbwegs guten Pianisten oder eine gute Flasche Wein." Die Kabarettistin aus Potsdam-Babelsberg hat sich für den Wein entschieden.

Nach 15 ungelenken Minuten um polnische Spargelstecher, das Gesundheitssystem, die Russen an sich und Klima-Anlagen in der Bahn nimmt Kuster bereits den Gang heraus, setzt sich an den Bistrotisch und nippt am Wein.

Totenstille, zur Krönung kriecht dann Schwermütiges von Gustav Mahler aus den Lautsprechern. Eine vorzügliche Gelegenheit, langsam wegzudämmern. Da macht einem die Dame auf der Bühne jedoch einen Strich durch die Rechnung: Zu Westbams Technotrack "Hard Time" schmettert Kuster ein krudes Medley aus "Hoch auf dem gelben Wagen" und "Super Trooper".

Die Episode zum "Tal der Kanzlergräber" nach ägyptischem Vorbild ist ja ganz nett, und die Tina-Turner-Parodien sind sogar ziemlich gut gelungen. Davon abgesehen, ist der Abend mit dem zwar griffigen, aber völlig unpassenden Titel "Ab 20 Uhr wird zurückgeschossen" quälend zäh und massiv ermüdend.