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Publikum hielt es nicht lange auf den Bänken

Publikum hielt es nicht lange auf den Bänken

Die "Glory Gospel Singers" zelebrieren ihre Lieder voll mitreißender Energie - Jeder Platz in der Endenicher Pfarrkirche Maria Magdalena war besetzt - Auch die Kinder hatten großen Spaß

Bonn-Endenich. In Scharen zog es die Gospelfans am Sonntagnachmittag in die katholische Pfarrkirche St. Maria Magdalena: Kein Platz war mehr frei, als die legendären "Glory Gospel Singers" aus New York den Chorraum betraten.

Auf dem Programm steht ein Konzert, dass die Zuschauer bestimmt nicht so schnell vergessen werden. Schon als die fünf Sänger mit ihrem Keyboarder in die Kirche kommen, übertragen sie ihre Lebensfreude und gute Stimmung auf das Publikum. Reggie Boyce, der Vorsänger der Gruppe, animiert das Publikum, zu klatschen und den Rhythmus zu fühlen. Mit "Everybody clap your hands" und "Come on, sing" lädt er die Zuhörer immer wieder ein, nicht nur still in ihren Bänken zu sitzen, sondern mitzumachen.

Das gefällt vor allem den Kindern, die ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Die Mischung von ausdrucksstark vorgetragenen A-Cappella-Stücken und fröhlichen Gospels, gefühlsbetonten Spirituals und Liedern zum Mitsingen kommt beim Publikum gut an.

Lieder wie "Amazing Grace" sorgen zwischendurch für besinnliche Momente. Die "Glory Gospel Singers" gönnen sich nur eine kurze Pause, schnell kehren sie in ihren berühmten, farbenfrohen Gewändern wieder auf die Bühne zurück und legen noch einmal richtig los. Mit "Oh, when the saints" stimmen sie einen Song an, den alle mitsingen können.

Spätestens jetzt ist der Funke beim Publikum übergesprungen und die meisten Zuschauer hält es nicht mehr auf ihren Sitzen. Sich im Rhythmus wiegend und klatschend begleiten sie die Sänger, einige gehen mit zur Bühne und tanzen. Zwischen den bekannten Gospels sorgen besonders die eher ruhigen Stücke - dargeboten von den Sängerinnen Jayne Ward und Tara Chapman - für lang anhaltenden Applaus.

Die "Glory Gospel Singers" sind eine Formation der besten Sänger des "WWRL Communitiy Chorale", der 1985 von Sängern aus zahlreichen New Yorker Gemeinden gegründet wurde. Für jede Tournee werden die Stimmen und das Programm neu zusammen gestellt, damit die ausdrucksstarken Solisten gut harmonieren.

Und die Harmonie zwischen den fünf Sängern in der Magdalena-Kirche ist perfekt. Gegen Ende des fast zweistündigen Konzerts singen die "Gospel Singers" mit dem Publikum noch den Klassiker "He''s got the whole world in his hands". Noch während alle singen, gehen die Künstler durch die Reihen und bedanken sich persönlich bei den Besuchern. Die verlangen noch eine Zugabe: "Kumbaya, my lord".