Konzert: "Professor Florestans" Händel in der Bonner Oper

Konzert : "Professor Florestans" Händel in der Bonner Oper

Händel? Halleluja! Wenn von diesem Komponisten die Rede ist, dann wird im gleichen Atemzug zumeist auch dessen berühmtestes Stück erwähnt: das Halleluja aus dem Messias.

Es stand folgerichtig als Höhepunkt am Schluss des Konzertes in der Oper, bei dem Maestro Eusebius (alias Thomas Honickel) und Professor Florestan (Christian Firmbach) nach bewährte Rezept allerlei Kurioses aus ihrer Kiste auspackten und sich diesmal mit faktenreichen Dönekes durch Georg Friedrich Händels Musik hangelten.

Etwa die Geschichte mit dem Knopf, der Händel beim Duell mit seinem Konkurrenten und späteren Freund Johann Mattheson das Leben rettete, oder die Ouvertüre aus der Feuerwerksmusik, die - damit es auch wirklich jeder versteht - akustisch passend mit Knallerbsen untermalt wird. In solchen Momenten ist Christan Firmbach merklich in seinem Element.

Die exaltierte Show liebt er, das trockene Dozieren ist dagegen seine Sache nicht, das überlässt er zumeist lieber seinem Alter Ego Honickel, der dies freilich ebenso kurzweilig wie amüsant erledigt. Das Konzert bietet einen guten Querschnitt aus dem Orchesterschaffen Händels, alles ist dabei: Oper und Oratorium (mit der großartigen Susanne Blattert), Concerti und herausragende Werke wie die Wasser- und die Feuerwerksmusik und natürlich ein Schlager wie der Messias.

Doch über den reinen Wiedererkennungseffekt hinaus haben Florestan und Eusebius dem Publikum in der ausverkauften Oper wieder vergnügliche und obendrein lehrreiche anderthalb Stunden geboten.

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