Bonner Trinitatiskirche: Österliche Gesänge

Bonner Trinitatiskirche : Österliche Gesänge

Zu einem musikalischen Streifzug durch den Osterfestkreis lud am vergangenen Freitag das Vokalquartett "cantus aureus" in die Endenicher Trinitatiskirche ein.

Das Quartett, bestehend aus vier Frauenstimmen ist fast eine reine Familiensache, besteht es doch aus den drei Schwestern Dorotea, Karola und Sofia Pavone, ergänzt um die Mezzosopranistin Marie Seidler. Zu Beginn waren die vier jungen Frauen mit A-cappella-Werken zu hören.

Während Javier Bustos "Laudate Dominum" noch wenig modern klang, erinnerte sein Stück "The Lord is my shepherd" an die moderne englische Chortradition. Trotz der Nähe der Stimmlagen ergab sich hier eine wunderbar homophone Mischung des Klangs. In den beiden Sätzen aus Caplets "Messe à trois voix" war das Ensemble jeweils in unterschiedlichen Konstellationen zu hören.

Mit sehr viel Ausdruck und großer dynamischer Bandbreite gelang Verdis Marienlob. In der zweiten Hälfte des Konzerts begaben sich die Sängerinnen auf die Orgelempore, denn Dorotea Pavone ist nicht nur eine hervorragende Sopranistin, sondern hat auch Kirchenmusik studiert.

Nun traten die drei Sängerinnen Marie Seidler, Sofia und Karola Pavone auch solistisch auf den Plan, immer gekonnt an der Orgel begleitet von Dorotea Pavone. Von ihr war auch eine Eigenkomposition zu hören, in der der Text sehr interessant versetzt in den Stimmen zu hören war.

Eindrucksvoll gelangen auch Kyrie und Gloria aus Brittens "Missa brevis in D", wobei letzteres mit viel Schwung umgesetzt wurde. Statt eines solistischen Gesangsstücks präsentierte sich Dorotea Pavone mit Mendelssohns Präludium G-Dur op. 37, 2 als Organistin.

Nach "A Song of Hope" des Iren Charles Villiers Stanford, das Marie Seidler mit warmem Timbre umsetzte, beendete "cantus aureus" mit dem freudig-österlichen "Regina coeli laetare" von Rheinberger das Konzert.