"Musik trägt auch zur sozialen Kompetenz bei"

"Musik trägt auch zur sozialen Kompetenz bei"

Schüler aus NRW in der Bornheimer Europaschule

Bornheim. Die Pisa-Studie hat die Deutschen in Aufruhr versetzt: Sind die Schüler wirklich so schlecht? Und wenn ja, wie können ihre Leistungen verbessert werden? Eine klare Antwort darauf gab Dietrich Gahntz: "Auf gar keinen Fall sollte bei Umstrukturierungen nun am Fach Musik gespart werden", meinte das Vorstandsmitglied des Verbandes deutscher Schulmusiker.

Denn es sei nachgewiesen, dass Musik zur sozialen Kompetenz der Schüler beitrage und musizierende Schüler oft auch bessere Leistungen in anderen Fächern bringen als ihre unmusikalischen Kameraden. So galt auch die Veranstaltung "Schulen musizieren" als Zeichen für die Leistungsfähigkeit der Schulmusik im sozialen Bereich.

Im Rahmen dieser Aktion, die der VDS mit dem Landesministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung organisiert hatte, trafen sich in der Bornheimer Europaschule sechs Schulenensembles. Nur ausgesuchte Schüler durften dem Konzert beiwohnen, ansonsten saßen im Publikum jeweils nur die Musiker, die noch nicht oder schon gespielt hatten.

"Nicht ein Leistungsvergleich, sondern die Begegnung steht im Mittelpunkt", so Gahntz. "Die Schüler sollen sehen, was noch alles möglich ist und sich durch das Vorspielen gegenseitig in ihren Bemühungen anspornen."

Die Schulorchester des Gymnasiums Siegesstraße, des Gymnasiums Barsweiler und des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums spielten Händel, Mozart, Britten, Dvorak und Brahms auf angenehme Weise, nach der Pause traten dann der Orff-Sing-Spielkreis der Brüder-Grimm-Schule, die "Little Band" des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums, das Schulorchester sowie die "Little Band" des Erzbischöflichen Suitbertus-Gymnasiums aus Düsseldorf und die "Big Band" der Europaschule zum Abschluss auf die Bühne.

Nach dem musikalischen Teil konnten sich die Schüler einmal ohne Instrument in der Hand kennenlernen: Wie wird bei euch geprobt? Was hat euer Dirigent für Macken? Die Musiklehrer Leo Gatzweiler, Kalle Bruns und Christoph Bube, die die Organisation übernommen hatten, waren zufrieden. Wer nun von allen Ensembles auch am Regionaltreffen des VDS teilnehmen darf, ist noch unklar: Zeitgleich wurde auch an acht anderen Standorten in NRW gespielt.