Anschließende Auktion in Köln: Kunstausstellung "Artists against Aids" in Bonn

Anschließende Auktion in Köln : Kunstausstellung "Artists against Aids" in Bonn

„Artists against Aids“ 2018: 33 Arbeiten von Künstlern weltweit sind vom 16. bis 25. November in der Bundeskunsthalle zu sehen. Die Werke werden anschließend in Köln versteigert.

Wer bei „Gate“– einem 40 mal 42 mal 38 Zentimeter großen, kupferroten Signaturstempel aus Bronze auf einer Sockelplatte – spontan an eine Skulptur namens „Mean Average“ auf dem Remigiusplatz in Bonn denkt, der liegt damit ganz richtig – beide Arbeiten stammen von dem britischen Bildhauer Anthony Cragg. Die eine muss sich im öffentlichen Raum Zustimmung oder Ablehnung der Betrachter teilen. Für die andere dürften bei der Kunstauktion „Artists against Aids“ am 28. November in Köln wieder zahlreiche Interessenten bieten. Eröffnet wird die gleichnamige Kunstausstellung vorab im Zentralkabinett der Bundeskunsthalle am 15. November um 18 Uhr – auf den Tag genau 30 Jahre nach der ersten Kunstauktion zugunsten der Stiftung. Da es sich in diesem Jahr zudem um einen runden Geburtstag handelt, werden die dort gezeigten Arbeiten diesmal nicht in Bonn, sondern in Köln versteigert – in derselben Stadt, in der 1988 alles begann.

„Ich freue mich sehr, dass uns bei „Artists against Aids“ 33 Künstlerinnen und Künstler mit 33 herausragenden Arbeiten unterstützen“, sagt Jeane Freifrau von Oppenheim, Kuratorin der diesjährigen Austellung/Auktion und Initiatorin der ersten vor 30 Jahren. „Es ist mir eine große Ehre, zum fünften Mal eine Auktion für die Deutsche Aids-Stiftung auszuführen. Hoffentlich mit einem hervorragenden Ergebnis und in der Zuversicht, dass vielen Menschen in Not mit einer noch nicht heilbaren Krankheit das Leben leichter gemacht wird“, fügt die Kuratorin hinzu.

Eine Brosche aus 18 Karat Gold

Neben der Skulptur von Tony Cragg stehen unter anderem ein 65 mal 52,8 Zentimeter großer, roter Transferdruck namens „Lantern I 2012“, von Candida Höfer, die Schwarz-Weiß-Aufnahme „Viva Espania“ des Kölner Künstlers Jürgen Klauke, die abstrakte Arbeit „Anima Mundi 16 Ed“ in Acryl auf Kunststoff-Folie von Imi Knoebel, der Siebdruck „Blue Field“ von Heinz Mack oder auch Nägel auf Leinwand von Günther Uecker zur Wahl. Auch eine Brosche aus 18 Karat Gold namens „Arbre de Coeur“ von Niki de Saint Phalle aus dem Jahr 1990 findet sich im Portfolio 2018. Die Arbeit „A.O.: Context Effects“ in Acryl, Öl und Lack auf Leinwand von Thomas Zipp dürfte schnell Freunde unter den Bietern finden ebenso wie Maus und Mond ohne Titel von C.O. Paeffgen, einem Cousin der Schauspielerin, Sängerin und Komponistin Nico – bekannt aus ihrer Zusammenarbeit mit Velvet Underground und Andy Warhol.

Andy Hope 1930, lautet seit 2010 der Künstlername von Andreas Hofer, einem deutschen Maler, Bildhauer und Installationskünstler. Er hat der Aids-Stiftung nun eine Arbeit geschenkt, die in der Ausstellung jedem sofort auffallen müsste. „Corsairs of the Cosmos“ aus dem Jahr 2008, in Öl auf Board, hat etwas von griechischer Mythologie und vom so genannten jüngsten Tag. Ein Hingucker, auch für den potenziellen neuen Besitzer.

„Benefiz-Projekte wie Artist against Aids sind für unsere Stiftung sehr wichtig“, betont die Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung. Rund 4,5 Millionen Euro sind in 30 Jahren durch Kunstauktionen und Kunstprojekte zusammen gekommen.

Termine „Artists against AIDS“:

  • 15. November 2018, 18 Uhr: Ausstellungseröffnung im Zentralkabinett der Bundeskunsthalle
  • 16. – 25. November 2018: Ausstellung im Zentralkabinett der Bundeskunsthalle, Eintritt frei
  • 28. November: Auktion bei einem Galadiner in Köln mit telefonischer Bietmöglichkeit, Kartenbestellung für das Galadiner bis zum 18. November möglich.

Formular und Online-Katalog unter: artists-against-aids.de