Besonderes Konzert: Kraftklub und Donots tauschen in Köln die Bühne

Besonderes Konzert : Kraftklub und Donots tauschen in Köln die Bühne

Im Palladium täuscht die Band Kraftklub eine technische Störung vor, um die Donot-Fans im gegenüberliegenden E-Werk zu überraschen. Und die Donots machen's genauso. Der Bühnentausch ist eine gelungene Überraschung für die Fans beider Bands.

Erst die Hauptspeise, dann das Dessert? Auf solche Gepflogenheiten geben die Musiker von Kraftklub aus Chemnitz nicht sonderlich viel. Weil ihr Konzert am Freitagabend im Kölner Palladium nämlich – wie eigentlich alle Gigs der laufenden „Keine Nacht für Niemand“-Tour – schnell ausverkauft war, schoben die fünf Rocker aus der früheren Karl-Marx-Stadt einfach noch eine Zusatzshow an selber Stelle hinterher. Oder besser: schickten sie vorweg. Bereits am Donnerstag rockten sie das Palladium in Grund und Boden.

Sowie kurzzeitig auch das E-Werk. Da in der gegenüberliegenden Veranstaltungshalle in der Schanzenstraße die befreundeten Donots spielten, täuschten beide Bands in der Mitte ihrer Sets einfach mal eine technische Störung vor, um für einen Song die Bühnen zu tauschen. Während Kraftklub „Unsere Fans“ spielten, ließen die Ibbenbürener das Palladium zu „Wake the Dogs“ springen. Ein tolles und vor allem exklusives Bonbon in einer sowieso schon vor Ideen nur so sprudelnden, über zwei Stunden dauernden Show.

Wettcrowdsurfen und Zugaben

Da durfte etwa Fan Naomi per Glücksrad über das nächste Stück entscheiden, um dazu gleich ihr erstes Mal Stagediving auszuprobieren. Es wurde mit der Vorband Faber der Song „I love it“ von Icona Pop gecovert, um mit einem sich auf der Bühne küssenden homosexuellen Paar gegen Homophobie und für die freie Liebe zu protestieren.

Und da erschien die Band für die Zugaben „Ich will nicht nach Berlin“ und „Randale“ plötzlich am anderen Ende der Halle, um sich auf einer mobilen Bühne ihren Weg mitten durch ihre Fanmenge zu bahnen. Auf den Händen der Konzertbesucher veranstalteten sie schließlich noch ein Wettcrowdsurfen, bevor nach „Blau“ und „Songs für Liam“ Köln doch noch eine Nacht bekam.