"Konferenz der Tiere" tagt in Halle Beuel

"Konferenz der Tiere" tagt in Halle Beuel

Passend zum Motto "Art'n Vielfalt" zeigen Jens Kerbel und Michael Barfuß bei Bonner Theaternacht Collage aus Gedichten und Liedern - Pate stand Erich Kästners Fabel

Beuel. 364 Mal haben die Staatsmänner der Welt getagt und sind zu keinem Ergebnis gekommen. Bis die Repräsentanten der Tierwelt ihre eigene Konferenz im "Hochhaus der Tiere" abhalten.

Was fast schon so klingt, als hätte Erich Kästner 1949 beim Dichten seiner Fabel "Konferenz der Tiere" den Langen Eugen in Bonn vor Augen gehabt. Dort, wo früher die Büros der Bundestagsabgeordneten untergebracht waren und heute rund 550 Mitarbeiter der Vereinten Nationen aus aller Welt arbeiten.

Von dort aus ist es dieser Tage nur ein kurzer Weg zu den diversen Tagungsorten der UN-Biodiversitätskonferenz. Und am Samstagabend zur Halle Beuel, wo Regisseur Jens Kerbel und der musikalische Leiter des Theaters Bonn, Michael Barfuß, zusammen mit Schauspielern des Ensembles ihre ganz eigene "Konferenz der Tiere" zeigen.

Steht die zweite Bonner Theaternacht 2008 doch unter dem besonderen Motto der "Art'n Vielfalt". "Dabei hat unser Stück mit Kästners Handlung im Grunde gar nicht viel zu tun", erklärt Jens Kerbel. "Wir zeigen eine halbstündige Collage aus Tiergedichten von Robert Gernhardt und dazu passenden Liedern - von Tori Amos über Erdmöbel und die Comedian Harmonists bis zu einem Madrigal aus dem 17.Jahrhundert", fügt Barfuß hinzu.

Dennoch ähneln sich die Grundgedanken durchaus. Kerbel: "Es geht uns um das Menschliche in den Tieren und ebenso um das Tier in uns, das auch für die Sehnsucht nach Befreiung steht."

Konferenz der Tiere: 17.Mai, Halle Beuel: 20, 21, 22 und 23 Uhr

Die Bonner Theaternacht am 17. Mai: eine Auswahl

Mehr zum Programm unter www.bonnertheaternacht.de. Startertickets gibt es in den Ticket-Verkaufssstellen des General-Anzeigers.