Gesangswettbewerb "Zeig, was du kannst": Kinder sollen singen

Gesangswettbewerb "Zeig, was du kannst" : Kinder sollen singen

"Es soll alles möglich sein." Markus Schuck, Leiter des Bonner Schumannfestes, bringt so auf den Punkt, was bei der Neuauflage des Gesangswettbewerbes für Kinder und Jugendliche im Zentrum steht:

Die Freude an der Musik. "Zeig, was du kannst" heißt der Wettbewerb deshalb auch: Es kann mitmachen, wer will, und mit welchem Repertoire man will. Vom Kunstlied bis zu Kinderliedern, vom Popsong bis zu Volksliedern geht es nur um eines: Kinder sollen singen. "Das wird aber keine Suche nach dem Superstar", sagt Schuck, "wir wollen Talente ermuntern."

Deshalb kommt es auch nicht ausschließlich auf eine schöne Stimme, eine gute Intonation oder die richtigen Töne an. Wichtig seien etwa auch die Art der Präsentation und die Bühnenpräsenz. Begleiter, die flexibel auf die Erfordernisse der Teilnehmer eingehen können, würden gestellt.

"Wer meint, dass er was kann, soll kommen. Und jeder, der teilnimmt, hat bewiesen, dass er etwas kann. Es soll nicht abgewertet, sondern motiviert werden", so Schuck.

Ernst wird es allerdings erst im Herbst dieses Jahres. Dann sollen die Anmeldungen starten, bis dahin ist man mit den organisatorischen Vorbereitungen beschäftigt. Fest stehen aber schon einige wichtige Rahmenbedingungen: Es wird drei Altersgruppen geben, in die die sechs- bis 17-jährigen Teilnehmer je nach Altersstruktur des Teilnehmerfeldes eingeteilt werden.

Ausgetragen wird der Wettbewerb in mehreren Wertungsrunden. Die ersten beiden finden am 3. und 10. Juni 2018 im Clara-Schumann-Gymnasium statt. Vor dem Finale am 17. Juni 2018, das im Theater im Ballsaal stattfinden wird, gibt es für die Finalisten noch eigens einen Workshop, in dem sie auf die Endrunde vorbereitet werden sollen.

Erst dann wird es also richtig ernst für die Teilnehmer, die - das ist den Organisatoren wichtig - nicht wie bei einer Castingshow vorgeführt werden sollen. "Das Podium befindet sich in einem geschützten Raum, und die Kinder werden behutsam begleitet", wie Magdalena Bahr, die Kulturmanagerin und Projektleiterin des Wettbewerbs, es ausdrückt.

Sie sieht vor allem die Chancen, die sich den Kindern durch eine Teilnahme bieten: "Gerade in den Zeiten der Digitalisierung ist so ein Liveerlebnis besonders wichtig."

Mit im Boot ist der Lions Club Bonn, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert und den "Zeig, was du kannst"-Wettbewerb finanziell und organisatorisch unterstützt. "Es ist ein bewusst niederschwelliger Wettbewerb", sagte Lions-Mitglied Rolf Prudent bei der Präsentation des Projektes.

Weitere Informationen auf www.bonner-schumannfest.de

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