Kabarettistinnen führen mit Witz durchs Kulturleben Beuels

Kabarettistinnen führen mit Witz durchs Kulturleben Beuels

Kennedybrücke geht nach New York

Beuel. Ohrenbetäubendes Tröten schmettert durch den Innenhof des Kunst-Werks KHB. "Das ist ja ein geradezu grauenerregendes Geräusch", beschwert sich Annette von Hoppenstett (alias Kabarettistin Babette Dörmer) bitterlich. Bärbel Pagel (Karin Kroemer) grinst verschmitzt. Linkisch setzt sie erneut ihr Miniatur-Waldhorn an und bläst was das Zeug hält. "Fürchterlich. Schrecklich.

Aber sie haben Recht, es funktioniert", gesteht von Hoppenstett, nicht ohne ihren Bauhelm demonstrativ tiefer über die zartblaue Pelzmütze und somit ihre Ohren zu ziehen. Aus allen Winkeln der weitläufigen Atelieranlage strömen Teilnehmer der Beueler Kul-Tour'07 herbei. "Bevor wir weiterziehen, wollen wir kurz das Geheimnis unserer orangenen Westen und Helmchen aufdecken", sagt Pagel.

Das ganze Leben, ja die Kultur an sich sei bekanntlich eine Baustelle. Quasi als Auszeichnung werde man nun jede der neun Stationen der Kul-Tour zur Kultur-Baustelle erklären und küren. Quer durch Beuel, zu Fuß und auch per Shuttlebus, rasen Pagel und von Hoppenstett mit ihren 50 Gästen "von Musentempel zu Musentempel". Bummeln wird mit Strafaufgaben geahndet. "Ich lief schon mehrmals mit und bin immer wieder begeistert vom Witz und Einfallsreichtum der Damen", schwärmt Petra Böning. Aus dem Münsterland reiste Annette Hünting an.

"Man kann schon fast ein bisschen neidisch werden. Die Kultureinrichtungen sind interessant und abwechslungsreich, die Gastgeberinnen charmant und erfrischend lustig", sagt Hünting und freut sich. Pagel und von Hoppenstett geben sich stets redlich und erfolgreich Mühe, vor allem die Vielseitigkeit der Beueler Kultureinrichtungen hervorzubringen.

Neben Künstlerateliers, der Musikschule im Mehlemschen Haus, der Brotfabrik, dem Jungen Theater und der Neuen Filmbühne durfte auch ein Blick auf das "größte Kunstwerk der Stadt" nicht fehlen - die Kennedybrücke. "Als Brücke ein Fragment. Gerüchte sagen, das Guggenheimmuseum in New York habe bereits Interesse bekundet. Müssen wir halt alle wieder schwimmen", ulkt Pagel.

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