Pantheon Bonn: Jan-Gregor Kremp unterhält mit Anekdoten

Pantheon Bonn : Jan-Gregor Kremp unterhält mit Anekdoten

"Ich sag's ganz ungeniert, ist mir alles so passiert!" Wer den "Tatort"-Bösewicht, Kommissar aus "Polizeiruf 110" und seit neuestem Hauptdarsteller in der Erfolgsserie "Der Alte",Jan-Gregor Kremp, mal in einer ganz anderen Rolle sehen möchte, sollte sein erstes Soloprogramm "Kremp - ist mir so passiert ..." besuchen.

Der Fernsehschauspieler erzählt im Pantheon Anekdoten aus seinem Leben, macht sich Gedanken zu Gott und der Welt und lässt hinter die Kulissen des Filmgeschäfts blicken. Abgerundet wird das Programm durch musikalische Nummern. Kremp singt, spielt Klavier und wird begleitet von Olaf Weiden wechselweise an Saxofon, Klarinette und Blockflöte.

Ein kleiner Schwenk in die Kindheit des Schauspielers ruft beim überwiegend gleichaltrigen Publikum Erinnerungen wach. So habe man in Kremps Familie nie Urlaub gemacht, "denn wir machten immer alles umsonst". Ferien bedeutete, dem Vater beim Pflastern der Terrasse helfen und Ausflüge begleitet von der roten Mundorgel. Als doch ein einziges Mal ein Urlaubsziel im Süden Frankreichs angesteuert wird, muss der Preis für das Hotel natürlich verhandelt werden. Man sei zwar zu sechst, wolle aber nur zwei Doppelzimmer beziehen.

Über seine Existenz als Schauspieler redete Kremp ehrlich und mit viel Witz. So gebe es keinen Schauspieler, der auf einer Preisverleihung nominiert ist und keine Dankesrede geschrieben habe. Jeder Schauspieler gehe bei jeder Nominierung davon aus, den Preis zu bekommen, und bekommt er ihn nicht, so kann das nur eine politisch groß angelegte Verschwörung sein. Es sei auch nicht normal von ihm, wenn er zu einer Vordränglerin in der Bäckerei sagt: "Keine Sorge, ich habe Zeit." Eigentlich sei es blasiert.

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