Nach zehn Jahren: Galeristin Knauth ist in die Bonner Südstadt zurückgekehrt

Nach zehn Jahren : Galeristin Knauth ist in die Bonner Südstadt zurückgekehrt

Die letzten zehn Jahre hat Birgitta Knauth in Rom gelebt und gearbeitet, dort ihren Schmuck verkauft und die Arbeiten von Kollegen ausgestellt. Nun ist die Goldschmiedemeisterin in ihre Geburtsstadt Bonn zurückgekehrt, in der sie bereits seit 1979 eine eigene Galerie betrieb.

"In Italien, besonders im Süden des Landes, ist das Schmuckverständnis ein anderes als in Deutschland", erzählt Birgitta Knauth. Dort zähle vor allem der Name, das Label, die Größe des Edelsteines. Aber eine Juwelierin im klassischen Sinne habe sie nie werden wollen.

Hier in Deutschland komme es nicht so sehr auf den "Klunker" an sondern auf Individualität und eine hervorragende handwerkliche Verarbeitung. Beides will Birgitta Knauth mit ihrer Galerie in der Südstadt anbieten und spricht damit Frauen an, die sich ein interessantes Schmuckstück auch gerne selbst aussuchen und kaufen.

Zur Galerieeröffnung hat die Hausherrin zwölf Goldschmiede eingeladen, deren Arbeiten ebenso unverwechselbar wie unkonventionell sind. Julika Müller aus Berlin gießt Formen, die wie kleine Skulpturen wirken und angenäht werden, in Stahl. Die Ohrringe und Medaillons von Heinz und Stefanie Sammeck aus München sind außerordentlich filigran und perfekt im Detail.

Daniel Kruger arbeitet dagegen voluminös und prächtig und spielt mit Materialgegensätzen und Zitaten. Caro Weiss kombiniert kräftige Farben und archaische Formen in einem Aluminiumguss.

Auch bei Birgitta Knauth selbst steht nicht die Kostbarkeit des Materials im Vordergrund. Aus Fundstücken wie Linsen, Gläser und Scherben entstehen Ohrringe, Halsbänder oder Ringe, deren ausgetüftelte Technik ihre Eigenwilligkeit unterstreicht.

Schmuckgalerie Birgitta Knauth, Ermekeilstraße 16; Mi-Fr 10-13 und 14.30-18, Sa 10-14 Uhr.

Mehr von GA BONN