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Pantheon: Fritz Eckenga spielt direkt "von vorn"

Pantheon : Fritz Eckenga spielt direkt "von vorn"

Rechnen Sie nicht damit, sich vor Lachen auf die Schenkel zu schlagen. Etwa, weil Fritz Eckenga keine Pointen kann? Weit gefehlt. Vielmehr, weil hinter all der Schnoddrigkeit der eloquenten "Ruhrpottschnauze" noch ein wahrer Poet steckt. "Von vorn" (so der Titel seines aktuellen Soloprogramms), von der Seite und überhaupt.

Zugegeben, es dauert in der ersten Halbzeit ein wenig, bis er sich auf dem Platz - sprich Pantheon - warm gemacht hat. Dann allerdings läuft er zu Hochform auf und macht einen nach dem anderen rein - um an der Stelle im Fußballjargon zu bleiben, den man ja gemeinhin mit dem Ruhrgebiet verbindet,

Tut Eckenga auch, ganz gern sogar. Aber sein Spektrum reicht weit darüber hinaus. Die boshafte Lust ist ihm im Gesicht abzulesen, wenn er darüber sinniert, was man rhetorisch auf jeden Fall beherrschen sollte, wenn man sich in Vorstandsetagen bewegt: "Einmal 10.000 Leute entlassen und beteuern, wie schwer es einem gefallen ist."

Oder wenn er konstatiert, dass Touristen und Terroristen mitunter nicht nur sprachlich leicht zu verwechseln sind. So viel steht auch nach Abpfiff dieser Partie fest: Eckenga braucht weder Schwarz. Rot, Grün noch Gelb zu sehen. Was sich in seinem unmittelbaren Umfeld abspielt, reicht ihm. Uns aber mitnichten. Also nicht vergessen: Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt.