Galerie Sassen in Bonn: Einer bricht aus

Galerie Sassen in Bonn : Einer bricht aus

Künstler, die aus der Reihe tanzen, unterwegs sind zu neuen Ufern bilden einen langfristigen Schwerpunkt im Galerieprogramm von Luzia Sassen.

Der Devise "einer bricht aus ...?" folgt derzeit ein sechsköpfiges, im Rheinland und in der Schweiz ansässiges Team. Aufgestockt wird das eindrucksreiche Gemäldeensemble durch freche 3D-Grafiken und futuristisches Design des Kollektivs "Rook".

Zeichen setzen die Neuzugänge Wilko Meiborg und Bernard Bieling. Meiborg zeigt hintergründig inszenierte Schwarz-Weiß-Aufnahmen. In Sicht geraten, von unzähligen Kanülen durchfurchte Handoberflächen. Aufgelöste, zu Phantomen aufgeblähte Schattenrisse, amorphe Chiffren, wilde Pinselschläge, vergrabene und frei gelegte Collagen bestimmen die informellen Farbenräume von Bieling.

Mit seinen auf Geheimrezepturen basierenden "Gumprints" hält Petr Beranek (Basel) Zwiesprache mit der Geschichte von Orten, die in Mixturen von Malerei und Schwarz-Weiß-Fotografie wiederum als erlebte Gegenwart aufscheinen. Aus intuitiv komponierten Farbengründen entwickelt Thomas Bauer eine semikonkrete Bildwelt.

Die Malerinnen Izabella und Anna Chulkova haben zart reflektierende Porträtstudien und neoromantisch schimmernde Szenerien geschaffen.

Info

Galerie Sassen, Adenauerallee 124, bis 28. Oktober. Mo- Fr 12 bis 18.30 Uhr, Sa 11 bis 14 Uhr.

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