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Palmen über Bonn: Ein Garten für Kleopatra auf der Bundeskunsthalle

Palmen über Bonn : Ein Garten für Kleopatra auf der Bundeskunsthalle

Eine Ausstellung über die legendäre Kleopatra ohne Garten geht nicht, sagten die Experten. Jetzt gibt es auf dem Dach der Bundeskunsthalle Palmen, Seerosen und ägyptischen Lotus.

Ein Hauch von Orient weht derzeit über das Dach der Bonner Bundeskunsthalle. Ein Garten nach altägyptischem Vorbild ist dort entstanden. Sechs Wochen vor der Eröffnung der Ausstellung "Kleopatra - Die ewige Diva" steht die Anlage von diesem Freitag an bis zum 6. Oktober Besuchern offen.

Über eine von Palmen gesäumte Allee gelangt der Betrachter in den großzügig gestalteten Garten, der die wesentlichen Elemente der Gartenkultur am Nil aufgreift. Die Themenschwerpunkte lauten Farbe, Wasser, Duft und Tribut an Kleopatra. Der Gartenkomplex soll von der Verbindung von Architektur und Natur leben sowie der typischen axialen und rechtwinkligen Ausrichtung.

Neben der Zugangsallee sind auch die Verbindungsachsen der einzelnen Gartenteile in der Mehrzahl von Hanfpalmen gesäumt. Ursprünglich wollten die Planer ägyptische Pflanzen importieren. Wegen der aktuellen politischen Lage erwies sich dieses Vorhaben als schwierig. Die Pflanzen wurden daher überwiegend in Italien besorgt. Die Gartenplanung lag in den Händen des früheren Geschäftsführers der Bundesgartenschau GmbH, Friedrich Meiberth, der auch schon für den erfolgreichen "Liebermann-Garten" auf dem Museumsdach verantwortlich war.

Im Garten der Farbe wurden Klatschmohn, Margeriten und echte Kamille gepflanzt. Dort finden sich Oliven- und Feigenbäume. Im Wassergarten wurden Pflanzen verwendet, die auch im Nildelta gedeihen wie etwa Papyrus. See- und Teichrosen stehen in den Becken und natürlich der ägyptische blaue Lotus. Der war nach Angaben Meiberths nur äußerst schwierig zu besorgen. Schließlich wurde er bei einem Pflanzenliebhaber fündig.

Im Duftgarten finden sich Gewürze, das Gold des Orients. Pyramidenzelte dienen als Informationsorte zu den Pflanzen. In einem Schnupperraum erfährt der Besucher Näheres über die aus Blüten und Früchten gewonnenen Düfte und Essenzen.