Die Kälte der großen Formate

Beachtliches Spektrum an Themen und Techniken zeigt die neue Ausstellung in der Unkeler Galerie Oltmanns

Unkel. Weder ein übergreifendes Thema noch eine spezielle Technik bestimmen die aktuelle Ausstellung bei Teo Oltmanns; vielmehr hat der Galerist "Große Formate" gewählt, womit er wiederum ein beachtliches Spektrum an Themen und Techniken erzielt. Allein bei den Landschaften lassen sich Sommer- und Winterbilder, Meeres- und Stadtlandschaften unterscheiden.

Von der hochsommerlichen Farbglut im Gemälde "Landschaft bei Schmölln", von Norbert Hornig in heftigen Pinselstrichen auf Spanplatte gesetzt, lassen sich über Franz M. Jansens spätherbstlichen "Waldbach" die Jahreszeiten bis zum "Weißen Berg" von Gottfried Schüler verfolgen. Das schöne Gemälde suggeriert in Formationen und Farben geradezu Gletscherkälte.

Während Gösta Calmeyer mit den "Steinen im Wasser" den Blick ganz auf die Stofflichkeit des quirligen Wassers und der über die Zeiten geglätteten Steine zieht, lenkt Otto Dünkelsbühler in seinem farbfrohen Bild "Bei Palamos - Strand von Antonio" über eine weite Bucht in die Ferne. Siegfried Klotz folgt über "Elbterrasse und Augustusbrücke" dem Lauf des Flusses bei Dresden. Diesem lichten, sommerlichen Ölgemälde setzt Friedrich G. Einhoff die herbe "Industrielandschaft" entgegen.

Christl Maria Göthner und Ursula Schwirzer konzentrieren sich mit "Notre Dame" und "Siegessäule" auf Paris und Berlin.

Das Bild des Menschen erscheint in Maria von Heider-Schweinitz'' "Kniendem Akt", 1937 expressiv in Öl und Leinwand gemalt, in der wild tanzenden "Salome" des Wilhelm Webels und in dem sozialkritisch anmutenden Gemälde "Zwei Landarbeiter" von Tina Bauer-Pezellen.

Karoline Wittmann hat mit "Spaziergang im Park" ein heiteres Genrebild beigesteuert. Willi Oltmanns` "Gelbe Margaritta" repräsentiert die Gattung des Stilllebens und die Technik des Aquarells.

Galerie Oltmanns, Scheuerener Straße 25, Unkel, bis 29. März; Di. bis Fr. 15 bis 18.30, Sa. 11 bis 18 Uhr.

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