Die Halle brummt

Kommentar

Die Bundeskunsthalle ist wieder da, wo sie hingehört: An der Spitze. Jedenfalls sieht es so aus, denn mit drei äußerst attraktiven Ausstellungen - Amadeo Modigliani, dem Gipfeltreffen der Moderne aus Winterthur und dem einzigartigen Überblick über die tschechische Fotografie - bietet sie ein Paket an, das sicherlich viele Menschen nach Bonn lockt.

Und die Kunst-Party geht weiter: Mit James Cook wird die Bundeskunsthalle ab Ende August Kulturgeschichte schreiben, im Oktober steht ein Solo des Malerfürsten Lüpertz auf dem Programm. Die Halle brummt.

Die Bundeskunsthalle zieht nicht nur in Bonn alle Register, sie zeigt auch in Berlin Flagge, bespielt gegenwärtig mit der im vergangenen Jahr gezeigten "Gandhara"-Ausstellung den Martin-Gropius-Bau. So soll es sein. Und jenseits des Museumsplatzes sekundiert das Kunstmuseum mit Kandinskys Grafik - ein schlagkräftiges Bonner Duo.

Nach dem Finanzdebakel 2007, eher schwachen, viel zu einseitig ausgerichteten Ausstellungsjahren, nach einem Einbruch der Besucherzahlen und dem Teil-Verlust des exzellenten Rufs, den das Haus einmal hatte, knüpft man nun an bessere Zeiten an.

Die Wende zum Guten ist sicherlich großteils Christoph Vitali und seiner Entourage zu verdanken. Eine Steilvorlage für den neuen Intendanten Robert Fleck, der gerade in Hamburg mit der umjubelten Doppelschau von Herbert Brandl und Cecily Brown seinen Abschied gibt.

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