Der Mord in Merten ist für sie eine Premiere

Der Mord in Merten ist für sie eine Premiere

Autorin Sophia Rey stellt ihren ersten Kriminalroman "Leichenfund im Vorgebirge oder Bleiche Hand unter blühenden Maiglöckchen" vor

Bornheim-Sechtem. Wer anderen eine Grube gräbt - fällt selbst hinein. Diese bittere Erfahrung macht auch der Mörder eines jungen Mädchens, deren Leiche er in einem Wald verscharrt hat. Genauer gesagt, im Mertener Wäldchen. Hier beginnt die Handlung von Sophia Reys erstem Kriminalroman "Leichenfund im Vorgebirge oder Bleiche Hand unter blühenden Maiglöckchen". Aber keine Sorge: Die Geschichte ist frei erfunden.

"Ich habe zuerst nur Kurzgeschichten geschrieben, bevor ich mich an längere Sachen gewagt habe. Die Idee zu meinem neuen Buch kam mir, als ich mit einer Freundin telefonierte. Sie fragte, woran ich gerade arbeite", sagt die Autorin. Spontan sei ihr der Titel in den Sinn gekommen, und sie habe gewusst: "Jetzt schreibst du deinen ersten Krimi." Nur vier Wochen soll die ausgebildete Bürokraft an dem spannenden Kriminalroman gearbeitet haben. Manchmal liegt eben in der Kürze die Würze. Die Geschichte beginnt damit, dass ein frisch verliebtes Paar ins Mertener Wäldchen fährt, um zu picknicken. Denn in Merten wurde Jürgen - so heißt der junge Mann - geboren. Als seine Freundin Gabi auf die Idee kommt, einen Strauß Blumen zu pflücken, machen die beiden einen grausamen Fund: Unter blühenden Maiglöckchen ragt eine bleiche Hand aus der Erde heraus. Die Hand einer menschlichen Leiche.

Von nun an überschlagen sich die Ereignisse: Jürgen fährt seine Freundin, die einen Schock erlitten hat, in die Allgemeinarztpraxis seines Vaters. Dann kommt auch schon die Polizei, um sich um den Fall zu kümmern. Die Beamten der Bornheimer Wache arbeiten eng mit denen der Bonner zusammen. Sie finden bald heraus, um wen es sich bei der Leiche aus dem Mertener Wäldchen handelt: Es ist ein 17 Jahre altes Mädchen, das von zu Hause ausgerissen ist.

Die ersten Ermittlungen führen die Kommissare zunächst ins Frankfurter Rotlichtmilieu. In der Zwischenzeit gehen die Beamten in Bornheim und Bonn weiteren Spuren nach und finden wichtige Informationen über die Vergangenheit des Mädchens heraus. Jürgen und Gabi, die der Fall seelisch immer noch stark beschäftigt, versuchen sich derweil mit neuen Freunden die Zeit zu vertreiben.

Gekonnt bringt Sophia Rey die Handlung zu Ende. Die beiden Handlungsstränge, einmal die Geschichte des jungen Paares, andererseits der Mord und die Ermittlungen der Polizisten, werden mühelos zusammengeführt. Das Buch gipfelt in der Klärung des Mordfalls und der Erleichterung des jungen Paares: Jetzt, wo der Mörder hinter Gittern sitzt, können Jürgen und Gabi wieder beruhigt schlafen.

"Leichenfund im Vorgebirge oder Bleiche Hand unter blühenden Maiglöckchen" von Sophia Rey ist im div-Verlag für 15,80 Mark erschienen. Der Krimi ist in Lotto-Totto-Geschäften und Buchhandlungen der Region zu kaufen.

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