Konzert: Callejon rocken im Kölner E-Werk

Konzert : Callejon rocken im Kölner E-Werk

Die nachwirkende Erleichterung und den freudigen Stolz möchte Bastian Sobtzick vor den rund 2000 Callejon-Fans im Kölner E-Werk nicht verbergen.

"Ich bin heilfroh, dass damals niemandem ernsthaft etwas passiert ist", brüllt ausgelassen der Callejon-Frontmann und erinnert an das Konzert vom 10. November des vergangenen Jahres, als sich Teile der Deckenverkleidung in der Live Music Hall gelöst hatten und das Konzert daraufhin einvernehmlich abgebrochen werden musste.

Zwischenzeitlich hat sich bei dem Quintett aus Ratingen, Düsseldorf und Köln weiteres getan, denn im Januar wurde "Man spricht Deutsch" veröffentlicht. Was Heino kann, können wir auch, hatten sich die Metal-Core-Protagonisten wohl gedacht, und in der Tat, die harte musikalische Gangart steht manchem Cover wie etwa "Alles neu" von Peter Fox ausgezeichnet.

Manche Callejon-Altfans aus dem "Zombieactionheadquartier" befürchteten schon, dass Callejon nun ihrem Namen musikalisch gerecht werden, denn das spanische Wort steht für Sackgasse. Aber die Band hat letztlich zuvor schon mit "Blitzkreuz" einen merklichen Schwenk hin zu mehr Popanteilen in ihrer Musik vollzogen.

Sobtzick röhrt nicht nur, sondern intoniert immer mal wieder auch mit natürlich rauer Stimmlage, und das bisweilen sogar ausgesprochen melodisch. Dadurch verliert der Heavy-Charakter der Musik jedoch nicht an Gewicht, denn die Gitarristen Bernhard Horn und Christoph Kotzina, Bassist Thorsten Becker sowie Maximilian Kotzmann am Schlagzeug agieren wie aus einem Guss.

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