Beethovenfest: Bossa Nova mit Cello

Beethovenfest : Bossa Nova mit Cello

Jazz, brasilianischer Bossa Nova und Cello - passt das? Ja, das passt! Zumindest wenn es sich um das Cello des Engländers Matthew Barley handelte wie im Beethoven-Haus. Gemeinsam mit seinem kongenialen Duopartner, dem Komponisten und Pianisten Julian Joseph, war er mit dem Programm "Dance of the three legged elephant" zu hören, benannt nach einer Eigenkomposition Josephs.

Matthew Barley kommt aus dem klassischen Bereich, seine besondere Leidenschaft sind aber gerade die ungewöhnlichen Projekte, die er mit Julian Joseph, vertraut mit Jazz und dem klassischen Repertoire, umsetzen kann. Wie die beiden Musiker (und Freunde) zueinander stehen, zeigte bereits die Bühnenanordnung: Der Flügel schräg, damit sie permanent Blickkontakt halten konnten.

In ihrem Konzert beim Beethovenfest verbanden sie Kompositionen Josephs - stilistisch eine Mischung aus Improvisation, Jazz, Neuer Musik und südamerikanischen Rhythmen - vor allem mit Werken des brasilianischen Komponisten, Antonio Carlos Jobim, dem Schöpfer des "Girl from Ipanema".

Man konnte den beiden Musikern anhören und ansehen, dass ihre Herzen sowohl für die hochemotionalen südamerikanischen Melodien als auch für die schwungvollen Rhythmen (so beispielsweise in "Aguas de Marco" oder "Mineiro") schlagen. Doch neben Jobim waren auch andere brasilianische Komponisten zu hören, die meisten von ihnen Weggefährten Jobims: Milton Nascimento, Danilo Caymmi und Chico Buarque. Das Zusammenspiel von Barley und Joseph war die reinste Freude.

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