Bonner Kunstverein eröffnet Schnäppchenjagd

Bonner Kunstverein eröffnet Schnäppchenjagd

Beim Wochenende der Jahresgaben werden Prominente persönlich - Sammler und Einsteiger kommen auf ihre Kosten

Bonn. Bei Andreas Fischer ist der "Ofen aus", so heißt jedenfalls eine Arbeit des in Düsseldorf lebenden Münchners: Ein Kommentar zur Krise auf dem Kunstmarkt? Einen mit leeren Augen in die Welt schauenden Uhu schickt Robert Elfgen, Peter-Mertes-Stipendiat von 2004, ins Rennen.

Mit einem "Totalschaden" konfrontiert Biennale-Künstler Gregor Schneider sein Publikum: Seine Fotos zeigen Werke, die durch Transport, Wasser und Brand zu Schaden kamen und durch die Signatur des Künstlers neu als Kunstwerk erwachen.

Info Weitere Informationen zu den "Lieblingsbild"-Präsentationen unter www. bonnerkunstverein.de"Totalschaden" hieß auch eine denkwürdige Ausstellung des Jahres 2006 im Bonner Kunstverein. Dort blickt man am Ende des Jahres traditionell zurück - in Gestalt der Jahresgaben. Das sind sehr attraktive Kunstwerke in geringen Auflagen zu bezahlbarem Preis, das Richtige für Sammler, Schnäppchenjäger und Einsteiger.

Neben den erwähnten, überregional renommierten Fischer, Elfgen und Schneider präsentieren am kommenden Wochenende, 5. und 6. Dezember, nicht minder prominente Künstler wie Frances Scholz, Karoline Bröckel oder der interessante Bonner Daniel Lergon ihre Jahresgaben. Mit dabei sind Anna Lea Hucht, die in diesem Jahr eine Ausstellung im Kunstverein hatte, die Mertes-Stipendiatin Gesine Grundmann und Tue Greenfort, Teilnehmer der Bonner Ausstellung "Eine bessere Welt".

Äußerst attraktiv ist auch das Angebot der für ihre Video-Animationen bekannte Wahlbonnerin Lieve Vanderschaeve, die einen Film auf DVD mit Tuschezeichnung für 300 Euro anbietet. Von 180 bis 800 Euro reicht die Preis-Skala. Wer will, kann sich die Kunst auch erklären lassen. Wie im vergangenen Jahr werden Prominente ihr "Lieblingsbild" vorstellen.

Am Samstag sind unter anderem Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, die Künstlerin Cornelia Genschow, Bundeskunsthallen-Intendant Robert Fleck, Marianne Pitzen, Direktorin des Frauenmuseums, der Komponist Michael Denhoff, die CDU-Politikerin Christine Overmans sowie der Fotograf Franz Fischer am Zug.

Am Sonntag gibt es Lieblingsbilder vom Videonale-Chef Georg Elben, der Artothek-Gründerin Dorothee Opitz-Hoffmann, der Pianistin Susanne Kessel zu sehen. Auch die Mitarbeiter des Kunstvereins präsentieren ausgewählte Arbeiten. Damit die Kinder ebenfalls etwas von Jahresgaben-Wochenende haben, gibt es "KunstStücke": am Samstag für Sieben- bis 13-Jährige, am Sonntag für Drei- bis Siebenjährige.

Bonner Kunstverein, Hochstadenring 22, 5. und 6. Dezember, 11-18 Uhr.