Bonner bei Bundespreisträger-Matinee in der Kölner Philharmonie

Bonner bei Bundespreisträger-Matinee in der Kölner Philharmonie

Die NRW-Bundespreisträger des 48. Wettbewerbs "Jugend musiziert" stellten sich in der Philharmonie vor. Besonders erfolgreich sind diesmal die Pianisten gewesen.

Köln. Die NRW-Bundespreisträger des 48. Wettbewerbs "Jugend musiziert" stellten sich in der Philharmonie vor. Besonders erfolgreich sind diesmal die Pianisten gewesen: Insgesamt 31 Bewerber aus Nordrhein-Westfalen gewannen jeweils einen der ersten drei Preise.

In bestechender Form präsentierten sich denn auch Annika Becker, Artem Schakbasian und Dominic Chamot. Erstere war eine starke Stütze bei der "Hommage à Debussy", einem brandneuen Quintett für Violine, Viola, Horn, Klavier und Schlagzeug des Moerser Komponisten Bernd Hänschke. Zugrunde liegt Debussys berauschende Klavierkomposition "L'isle joyeuse", die hier schemenhaft immer wieder anklang, vielfach gebrochen und hintergründig reflektiert. Die gesprochenen Worte zu Beginn hätte man allerdings gern akustisch besser verstanden; auch Rezitieren will eben gelernt sein.

Der Bonner Pianist Schakbasian brillierte anschließend mit dem "Allegro tempestoso" aus Prokofjews 3. Klaviersonate (a-Moll op. 28), technisch blitzsauber, musikalisch ausgewogen. Auch sein junger Kollege Chamot setzte mit dem 1. Satz aus Beethovens selten gespielter G-Dur Sonate (op. 31 Nr. 1) ein Glanzlicht.

Erstmals wurde auch die E-Gitarre im Wettbewerb brücksichtigt: Philipp Humburg verwandelte die Philharmonie, auf Basis seiner klassischen Technik, mit "Waves" von Guthrie Govan kurzzeitig in eine Rock-Arena - brodelnd-virtuos! Eine verblüffende Saxofon-Fassung von Dvoráks "Amerikanischem" Streichquartett (Nr. 12 F-Dur op. 96) hatte die Matinée klangschön eingeleitet, ein "Tango passionato" für vier Celli des Rheinbacher Komponisten Eduard Pütz beschloss sie launig.

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