Von Bonn nach München: Bernhard Spies wird Kaufmännischer Direktor des Hauses der Kunst

Von Bonn nach München : Bernhard Spies wird Kaufmännischer Direktor des Hauses der Kunst

Der frühere Geschäftsführer der Bundeskunsthalle Bernhard Spies wird im Haus der Kunst Okwui Enwezor gleichgestellt.

Rein in den Ruhestand, raus aus dem Ruhestand – das jedenfalls scheint das Motto von Bernhard Spies zu sein. Erst im Dezember hatte der 67-Jährige sich als Geschäftsführer der Bonner Bundeskunsthalle verabschiedet, jetzt zieht es den in Bad Honnef lebenden Manager nach München, wo er ab dem 1. April zum neuen Kaufmännischen Direktor des Hauses der Kunst wird. Das vermeldete die „Süddeutsche Zeitung“ am vergangenen Freitag.

Dem Bericht zufolge soll der erfahrene Krisenmanager dem künstlerischen Leiter Okwui Enwezor gleichgestellt werden. Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) teilte in einer Erklärung mit: „Wir haben mit Dr. Spies einen Experten mit enormer Erfahrung in der Führung eines Ausstellungshauses gewonnen. Mit der kompletten Geschäftsführung soll die renommierte Institution für zeitgenössische Kunst die anstehenden großen Herausforderungen meistern.“ Die Ausschreibung der Stelle durch die Landesregierung und den Aufsichtsrat des Hauses der Kunst war im Herbst 2017 beschlossen worden, nachdem eine Abfolge von Missständen zutage getreten war.

Laut „Süddeutscher Zeitung“ reichten sie „von der vermuteten Unterwanderung durch Scientology über finanzielle Unregelmäßigkeiten bis hin zu Fällen von sexueller Belästigung, die vonseiten der Geschäftsführung kaum verfolgt worden waren.“ Spies ist in der Region als CDU-Vorsitzender in Bad Honnef auch kommunalpolitisch aktiv. Sein Nachfolger als Geschäftsführer der Bundeskunsthalle ist Patrick Schmeing.

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