Brahmstage: Abwechslungsreiches Programm in Trinitatis

Brahmstage : Abwechslungsreiches Programm in Trinitatis

James Maddox präsentiert seine 12. Brahmstage vom 27. April bis 17. Mai in Bonn. Die Veranstaltung zeigt, dass das Bonner Musikleben vielseitig ist.

Ganz Bonn ist Beethoven – dieser Gedanke wird umso mehr vermittelt und wiederholt, je näher das große Beethoven-Jubiläumsjahr rückt. Dabei gerät manchmal ein klein wenig in Vergessenheit, wie vielseitig das Bonner Musikleben ist und dass die Stadt am Rhein für zahlreiche Komponisten eine attraktive Stadt war, die sie gerne besuchten und die durchaus auch Inspiration für das ein oder andere musikalische Werk war. Zu diesen Komponisten gehörte auch Johannes Brahms, der seinen kranken Freund Robert Schumann in Endenich in der Nervenheilanstalt besuchte und hier auch auf seine geliebte Freundin Clara Schumann traf.

Im Angedenken dieses Komponisten hat der australische Pianist James Maddox die Brahmstage in Endenich ins Leben gerufen, deren zwölfte Ausgabe am kommenden Samstag beginnt. In sechs Konzerten in der inzwischen als Konzertsaal etablierten Trinitatiskirche stellen seine musikalischen Gäste und er die Pianistin, Komponistin und Brahms-Freundin Clara Schumann anlässlich ihres 200. Geburtstags in den Fokus. Auch in diesem Jahr hat Maddox altbekannte Freunde, aber auch neue Gesichter zum gemeinsamen Musizieren eingeladen.

Hommage an Clara Schumann

So eröffnet er die diesjährigen Brahmstage mit Barbara Teuber, mit der er jahrelang die Reihe „WortMusik“ im Foyer der Bonner Oper gestaltet hat. An diesem Abend sind Auszüge aus dem regen und sehr innigen Briefwechsel zwischen Clara Schumann und Brahms zu hören, ebenso wie zwei Klavierwerke aus ihrer Feder. Den zweiten Abend am 30. April gestalten die Geigerin Anna Heygster und der Cellist Bonian Tian, Mitglieder des Gürzenich-Orchesters Köln, mit Maddox und dem bekannten Trio von Clara Schumann und weiteren Duo- und Trio-Werken von Beethoven, Robert Schumann und Leopold Mozart.

Als neues Gesicht ist die Altistin Ingeborg Danz am 3. Mai erstmals bei den Brahmstagen zu erleben, während Michael Faust, Flötist des WDR Sinfonieorchesters, am 5. Mai zum dritten Mal mit von der Partie ist. Mit seinem Orchesterkollegen Johannes Wohlmacher gestaltet er einen Abend ganz ohne Brahms, dafür mit Werken von Haydn, Reinecke, Prokofjew und Weber, also Zeitgenossen Brahms', die ihm auch im Geiste nahestanden.

Die Geigerin Ida Bieler gehört zu Maddox ständigen Kammermusikpartnern und somit auch zum festen Kern der Brahmstage. Zu ihrem Konzert am 12. Mai bringt sie ihren Kollegen von der North Carolina School of the Arts, Ulrich Eichenauer, und dessen Kammermusikpartner Peter Hör mit. Auf dem Programm steht an diesem Abend das schöne Klavierquartett A-Dur op. 26 von Brahms. Das Finale am 17. Mai gestalten Maddox und Alfredo Perl mit Werken für zwei Klaviere und beenden mit der ersten Brahms-Sinfonie auch ihren Sinfonien-Zyklus.

Karten zum Preis von 15 Euro , ermäßigt zehn Euro sowie Dauerkarten für alle sechs Konzerte zum Preis von 50 Euro, ermäßigt 35 Euro, erhalten Sie unter trimolo@web.de.

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