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Bonner Pianist Toni Ming Geiger spielt für die Aktion Weihnachtslicht

Benefizkonzert für die Aktion Weihnachtslicht : Lieder für den guten Zweck

Der Pianist Toni Ming Geiger und der Tenor Kieran Carrel treten am Montag im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses auf

Er liebt die Kammermusik, er liebt Lieder und er steht gern in szenischen Produktionen auf der Bühne. Für einen Pianisten sind solche künstlerischen Vorlieben vielleicht ein bisschen ungewöhnlich. Doch der Bonner Toni Ming Geiger ist einfach zu neugierig, um sich auf das Solorepertoire für sein Instrument zu beschränken, er mag es zu sehr, sich mit anderen Musikern auszutauschen. „Natürlich haben Soloprogramme auch ihren Reiz“, sagt er im Gespräch. Im nächsten Jahr wird er auch ein paar Konzerte allein geben. Aber: „Jeder Partner bringt wieder etwas Neues ein. Wenn man glaubt, ein Stück schon genau zu kennen und macht es noch einmal mit anderen Partnern, kann das Ergebnis ganz anders werden.“

In Bonn, wo der in München als Sohn einer Geigenbauerin und eines Sinologen geborene Musiker aufgewachsen ist, war er in den vergangenen Jahren mit sehr unterschiedlichen musikalischen Projekten zu erleben, wie zum Beispiel mit dem ungewöhnlichen szenischen Liederabend „Dichter.Liebe! oder Die Reise des Poeten“ mit dem Ensemble Eikona. „Ich glaube, dass man mit einer solchen szenischen Herangehensweise noch einmal ganz neue Schichten für das Lied gewinnen kann“, ist Geiger, der an der Kölner Musikhochschule studierte und im vergangenen Jahr seinen Lied-Master abschloss,  überzeugt.  Am kommenden Montag ist der junge Pianist erneut in seiner Heimatstadt Bonn zu erleben. Mit einem vergleichsweise klassischen Liederabend, den er zusammen mit dem jungen Tenor Kieran Carrel im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses geben wird. Zugunsten der „Aktion Weihnachtslicht“ des General-Anzeigers führt das Duo Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Carl Maria von Weber auf: „Frohe, traurige, wütende und witzige Lieder“, verspricht der Pianist.

Die beiden Musiker kennen sich schon seit Längerem, doch jetzt, da Carrel gerade als Ensemblemitglied an die Bonner Oper verpflichtet wurde, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten zusammenzuarbeiten. Der junge Tenor Carrel brachte die Idee mit, Webers kaum bekannten Zyklus „Die vier Temperamente bei dem Verlust der Geliebten“ ins Programm zu nehmen. „Diese vier Figuren werden völlig überzeichnet“, sagt Geiger. „Das ist wirklich lustig zu hören.“ Und ein hübscher Gegensatz zu den ersten Gesängen der beiden anderen Komponisten, findet der Pianist.

Montag, 11. November, 19 Uhr, Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses: Liederabend mit Toni Ming Geiger (Klavier) und Kieran Carrel (Tenor), Werke von Schubert, Schumann und Weber. Karten bei Bonnticket und an der Abendkasse.