Kölner Wortjongleur erhält Morenhovener Lupe

Preis für Kabarettisten Heinrich Pachl

Swisttal. (stl) Ob "Geld und gute Worte", "Der Optimator" oder auch "Chaos und Spiele": Der Kabarettist Heinrich Pachl zeigt schon mit der Wahl der Programmtitel die pure Lust an der Sprache. Und an genüsslich-boshaften Wortspielereien, die auf den ersten Blick scheinbar abstrus bei genaueren Hinsehen ganz unverhofft neuen Sinn ergeben.

In Swisttal hat der Kölner nun die begehrte Morenhovener Lupe erhalten. Der Kleinkunstpreis wurde bereits zum 22. Mal vergeben. "Die Spur der Scheine" heißt Pachls aktuelles Solo. Ausschnitte daraus gab es vor und nach der Preisverleihung im ausverkauften Morenhovener Krea-Theater. "Damit der Mann erst mal zeigt, ob er die Lupe auch verdient hat", wie Klaus Grewe von der Jury von KuSS (Kultur und Spektakel im Swisttal) sagte.

Doch da mussten die Besucher keine Bedenken haben. Kabarett-Star Pachl, der vor mehr als 30 Jahren mit Polit- und Straßentheater anfing, ist bekannt für seinen Groll über die "Besserverdienenden und die, die es nicht besser verdienen". Denen tritt er mit Leidenschaft und einem ausgeprägten Sinn für Sarkasmus auf die Füße, "lässt es blitzen und krachen", wie es in der Laudatio heißt. Mit "traumhafter Sicherheit setze Pachl sein Skalpell an" und entlade im nächsten Moment ein wahres "Wortgewitter".