Wie bei Instagram-Storys: So wird die erste Werbung in Whatsapp aussehen

Wie bei Instagram-Storys : So wird die erste Werbung in Whatsapp aussehen

Whatsapp feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag und kam in seiner Geschichte stets ohne Werbung aus. Das wird sich bald ändern. Wie die Werbung im weltgrößten Messenger aussehen wird, wurde kürzlich auf einer Konferenz gezeigt.

Das Finanzierungsmodell von Whatsapp hat sich seit dem Start im Jahr 2009 mehrmals geändert. War die Smartphone-App zu Anfang noch sowohl für Android- als auch iOS-Geräte kostenfrei, wurden die Nutzer bald zur Kasse gebeten. Dabei gab es auch hier Unterschiede in der Wahl der Plattform. iPhone-User mussten lediglich eine einmalige Zahlung tätigen, auf Android-Geräten war ein mindestens einjähriges Abonnement fällig. Seit einiger Zeit ist der Dienst allerdings kostenlos und sogar werbefrei - das wird sich im kommenden Jahr ändern.

Facebook hat Whatsapp 2014 aufgekauft. Die ersten Einblicke in die Werbung in der Nachrichten-App wurden deshalb auch auf dem Facebook Marketing Summit 2019 in Rotterdam gezeigt. Die "Status Ads" erinnern stark an die Werbeformate, die zwischen Instagram-Storys oder den Facebook-Storys längst ihren Platz gefunden haben.

Vernetzung von Facebook und Instagram mit Whatsapp

Facebook hat das kontinuierliche Bestreben, die verschiedenen Plattformen mit ihren mehreren Milliarden Nutzern immer näher zusammenzubringen. Wenig verwunderlich sind also Verlinkungen aus der Facebook- oder Instagram-Timeline heraus, mit denen Vermarkter direkt über Whatsapp in den Kundenkontakt treten können. Nach der Einführung von Whatsapp Business im Januar 2018 unter anderem in den USA und Großbritannien folgte im April 2019 die iOS-App für Deutschland.

Unternehmen sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, sich dort präsentieren zu können, wo ihre potentiellen Kunden sowieso schon unterwegs sind. Mit knapp zweieinhalb Milliarden monatlichen aktiven Nutzern ist Whatsapp das am weitesten verbreitete Produkt von Facebook.

Die WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton standen stets für einen werbefreien Dienst. Dass diese klare Positionierung kein Teil mehr der Unternehmensphilosophie zu sein scheint, wird als Grund für ihr Verlassen des Konzerns zwischen September 2017 und Mai 2018 angenommen. Zuletzt war die Einführung von Werbeplätzen zudem für dieses Jahr angekündigt. Ohne weitere Angaben nannte ein Manager auf dem Facebook Marketing Summit nun 2020 als Startdatum.

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