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Kommentar zur Stadthalle: Zügig handeln

Kommentar zur Stadthalle : Zügig handeln

Schon lange wird über die Sanierung der Stadthalle diskutiert. Nun ist herausgekommen, dass die Decke im Großen Saal marode ist. Es ist höchste Zeit zu handeln – denn getan hat sich bislang zu wenig, meint GA-Redakteurin Ayla Jacob.

Über die Sanierung der Stadthalle Bad Godesberg wird bereits seit Jahren diskutiert. Dass der Startschuss der Arbeiten in der Vergangenheit aber immer wieder verschoben wurde, rächt sich nun. Bei einer Routineuntersuchung hat sich gezeigt, wie marode die Decke in dem denkmalgeschützten Ensemble ist. Die Verwaltung hält es für möglich, dass sich Teile lösen und herabfallen. Und so Veranstaltungsbesucher verletzt werden.

Dass man sofort gehandelt und ein grünes Netz aufgehängt hat, ist zwar löblich. Dennoch aber bleiben Fragen offen: Ist das Risiko erst jetzt aufgetreten? Oder hatten unter anderem die großen und kleinen Jecken, die in den vergangenen Wochen in der Stadthalle gefeiert haben, einfach nur Glück, dass nichts herunterfiel?

Auch wenn die Gefahr fürs erste gebannt scheint, Veranstaltungen ohne Einschränkungen stattfinden können, muss die Stadt nun aufwachen und zügig handeln. Das Nutzungs- und Raumkonzept, das sie noch immer schuldig geblieben ist, muss endlich vorgelegt werden. Zumal die Bausubstanz nur endlos belastbar scheint. In der Vergangenheit wurde deutlich, dass die Sanierung nur dann 2022 starten kann, wenn im März ein Konzept dafür beschlossen wird. Falls das nicht gelingt, müssten die Arbeiten erneut vertagt werden, das Ensemble stünde nach Ablauf des Pachtvertrages leer. Bleibt zu hoffen, dass der Stadt der Ernst der Lage nun bewusst geworden ist. Und den Worten endlich Taten folgen.