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Kommentar zur Stadthalle: Zeit, endlich aufzuwachen

Kommentar zur Stadthalle : Zeit, endlich aufzuwachen

Alle Erwartungen wurden bei der Sondersitzung der Bezirksvertretung enttäuscht, findet GA-Redakteurin Ayla Jacob. Was präsentiert wurde, war weit entfernt von einem fertigen Konzept.

Über die Sanierung der Stadthalle wird bereits seit Jahren diskutiert. Allerdings fehlte es bislang an einem Raum- und einem Nutzungskonzept für die Zeit danach. Nur wenn diese vorliegen, wenn das Ziel formuliert ist, kann es losgehen. Das hat die Stadt stets betont.

Daher waren die Erwartungen groß, als die Bezirksvertretung am Mittwochabend außerplanmäßig zusammen kam. Thema: die Stadthallensanierung. Denn warum sollte man sich erneut zusammensetzen, wenn nicht, um mehr über die Zukunft des Veranstaltungshauses zu erfahren?

Doch sämtliche Erwartungen wurden enttäuscht. Denn der Abend, der mit einem Vortrag des Teams von v-Architekten vielversprechend begann, endete ernüchternd. Was die Stadt und die von ihr beauftragte Tourismus & Congress GmbH präsentierten, war weit entfernt von einem fertigen Konzept. Stattdessen gab es viele Allgemeinplätze, die wohl (fast) jedem inzwischen bekannt sind. Etwas wirklich Neues war nicht dabei.

Das ist umso bitterer, weil die Zeit drängt. Denn nur, wenn im März ein Konzept beschlossen wird, kann die Sanierung der Stadthalle tatsächlich 2022 starten. Falls das nicht gelingt, müssten die Arbeiten erneut verschoben werden. Für die Stadthalle könnte das einen Leerstand bedeuten, da der Pachtvertrag in zwei Jahren ausläuft.

Um das zu verhindern, muss die Verwaltung aufwachen und in den nächsten Wochen mit Hochdruck  Ideen entwickeln, um diese dann durchzurechnen. Das muss rechtzeitig vor der Sitzung der Bezirksvertretung im März geschehen. Denn nur wenn diese vorliegen, kann die Politik diskutieren, abwägen und entscheiden. Damit die Sanierung endlich auf den Weg gebracht wird.