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Kommentar zu Inflationsgefahren: Schnelle Erholung

Kommentar zu Inflationsgefahren : Schnelle Erholung

Das Jahr 2020 wird also als ganz schlimmes Jahr in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Aber die Produktionsbasis ist unangetastet. Die Erholung wird entsprechend schnell gehen, meint der Autor.

Notenbanken rund um den Globus setzen erneut viel Geld frei, um die Folgen der Pandemie-Krise abzufedern. Die Regierungen geben sich derweil alle Mühe, die Mittel so schnell wie möglich unter die Leute zu bringen. Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die US-Notenbank Fed haben einen praktisch unbegrenzten Aufkauf von Wertpapieren begonnen. Sie schieben damit erneut dreistellige, bald vermutlich auch vierstellige Milliardenbeträge ins System. Auch in Asien sind die Geldschleusen weit offen. Doch bringt mehr Geld im Umlauf nicht hohe Inflation? Schließlich stehen den Waren und Dienstleistungen dann mehr Geldeinheiten gegenüber. Das sollte doch in Zeiten von Produktionsausfällen ganz besonders gelten.

Die Bürger in der Eurozone können hier jedoch grundsätzlich beruhigt sein. Tatsächlich droht keine nachhaltig gesteigerte Inflation. Möglicherweise kommt es sogar genau andersherum und die Preise sinken eine Weile. Das wäre zwar schlecht für die Wirtschaft, aus Sicht der Bürger aber erst einmal nicht weiter schlimm.

Die aktuelle Krise schlägt derzeit zwar unglaublich heftig zu, aber sie wird zeitlich begrenzt sein. Bis zum Frühjahr kommenden Jahres wird sich die Seuche in Deutschland auf jeden Fall totlaufen. Schon wenn die Fallkurve hinreichend gestreckt ist, vermutlich in diesem Sommer, ist eine teilweise Rückkehr zur Normalität möglich. Das Jahr 2020 wird also als ganz schlimmes Jahr in die Wirtschaftsgeschichte eingehen. Aber die Produktionsbasis ist unangetastet. Die Erholung wird entsprechend schnell gehen.