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Kommentar zum Black Friday: Pro: Der freie Wille zählt

Kommentar zum Black Friday : Pro: Der freie Wille zählt

Kann Konsum Sünde sein? Nein, denn wir bewegen uns hier nicht im Universum des Religiösen, sondern in der Welt der Wirtschaft. In dieser Welt ist Werbung erlaubt, zum Beispiel in Gestalt des offensiv auftretenden Black Friday, kommentiert GA-Redakteur Dietmar Kanthak.

Kann Konsum Sünde sein? Nein, denn wir bewegen uns hier nicht im Universum des Religiösen, sondern in der Welt der Wirtschaft. In dieser Welt ist Werbung erlaubt, zum Beispiel in Gestalt des offensiv auftretenden Black Friday.

Er ist vielen Konsumkritikern ein Dorn im Auge, sie würden ihn am liebsten verbieten. Dabei übersehen sie eine elementare Gabe des Menschen: den freien Willen. Weder Verkäufer noch Käufer sind gezwungen, Schnäppchen zu jagen respektive anzubieten. Wer nicht will, muss nicht. Auch Enthaltsamkeit kann glücklich machen.

Apropos Glück. Vor knapp zwei Wochen stand der Autor dieser Zeilen in einem Bonner Einrichtungshaus vor einem wie für ihn geschaffenen Sitzmöbel. Der Hinweis „Ist ja nicht gerade billig“ führte zu dem Hinweis auf den anstehenden Black Friday am 29. November – und zu einem vorgezogenen, nennenswerten Rabatt. Der Kunde war zufrieden und der Händler auch.