Kommentar: Klein, fein, frech

Kommentar : Klein, fein, frech

Die FDP tankt gerade neues Selbstbewusstsein. Beim Kreisparteitag besann man sich der alten Stärke, die man ja gerade im Landkreis Ahrweiler bekanntlich schon immer an den Tag gelegt hat. Schließlich gilt das Gebiet an Rhein und Ahr als eine Art von "Hochburg" der Liberalen.

"Jammer mir nichts vor - ich habe FDP gewählt" steht auf einem gelben Aufkleber, den Kreischef Ulrich van Bebber angesichts der ersten politischen Großtaten der "GroKo" vier Monate nach der Bundestagswahl verteilen ließ. Nun gebe es plötzlich wieder mehr Menschen, die sich aktiv einbringen wollten, um für die liberale Sache zu kämpfen, so der Parteivorsitzende aus Remagen.

"Gott hat die FDP vielleicht nur erschaffen, um uns zu prüfen", hatte Kanzlerin Angela Merkel einst befunden. Diese Prüfungen wollen die Liberalen nun wohl häufiger und verbindlicher durchführen, schon alleine, um sich damit endlich ein Alleinstellungsmerkmal im Lager der "Mitte" zu erarbeiten. Die mit den Attributen klein, fein, frech ausstaffierte Partei setzt im Kreis Ahrweiler jedenfalls zum Neustart an. CDU und SPD machen es ihr dabei aber auch besonders leicht.

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