Kommentar zur Apfelroute: Gemeinsam stark

Kommentar zur Apfelroute : Gemeinsam stark

Der erste Themenradweg der Rhein-Voreifel-Region führt von Wachtberg bis nach Bornheim. Dabei geht es vor allem um das Thema Nachhaltigkeit, kommentiert GA-Redakteurin Sabrina Bauer.

Ein Zusammenschluss, bei dem gleich sechs Kommunen sowie regionale Unternehmen und Vereine zusammenarbeiten, ist eine gute Sache und gewinnt sicherlich mehr Strahlkraft, als wenn jede einzelne Stadt oder Gemeinde für sich ein Projekt wie die Apfelroute angegangen wäre. Gemeinsam stark sozusagen. Die Teilnehmer sollen bei dem Kooperationsprojekt voneinander profitieren und das Linksrheinische als Ausflugsziel attraktiver und als größtes Obst- und Gemüseanbaugebiet NRWs bekannter machen. Dabei geht es vor allem um das Thema Nachhaltigkeit.

In dem Zeitalter, in dem Fernreisen für die einen keine lang gehegten Wunschträume mehr sind und Billigflüge um den halben Globus für Spontanshoppingtrips genutzt werden, gewinnt für die anderen die eigene CO2-Bilanz immer mehr an Bedeutung – und das nicht zuletzt durch die zahlreichen Fridays-for-Future-Demos. Was kostet der eigene Konsum die Umwelt? Diese Frage beschäftigt derzeit immer mehr Menschen. Urlaub unweit der eigenen Haustür wird daher zu einer klimafreundlichen Alternative. Mit der Apfelroute wollen die Initiatoren zeigen, dass auch die Region zum nachhaltigen Urlaub taugt. Nachhaltigkeit soll auch das Credo beim gastronomischen Angebot sein. Damit das Projekt Erfolg hat, müssen alle Beteiligten ihren Beitrag leisten.

Die Rhein-Voreifel-Touristik muss möglichst viele Hofläden, Gastronomen und Hoteliers entlang der Strecke für die Idee gewinnen, aber auch die Kommunen sind gefragt. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass die Fahrradwege und Stationen attraktiv und sicher bleiben. Schäden sollten daher schnell behoben werden, damit die neue Radroute nicht nur in den ersten Monaten nach der Eröffnung Gäste anlockt.

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